Die grauenhafte Tierquälerei, bei der vier junge Männer in Tirol eine Katze tot prügelten, hält das Land weiter in Atem. Peter T., der Besitzer des Tiers, erzählt jetzt für die „Krone“ die Lebensgeschichte des Katers, der für ihn und seine Mutter alles bedeutet hat.
Der kleine Bruder von Peter T. hat „Puma“ vor rund zehn Jahren von einem Bauernhof mit nach Hause gebracht. „Dort bekam er wegen anderer Katzen nicht genügend zu fressen, sodass wir ihn aufgenommen haben“, erinnert sich der Unterländer aus Brixen im Thale (Bezirk Kitzbühel). Die Mieze dürfte damals wohl erst ein halbes Jahr alt gewesen sein.
Puma war die geliebte Familienkatze
Der Bruder zog aus, fortan kümmerten sich Peter T. und dessen Mutter um den bezaubernden Stubentiger. Denn „Puma“ war eine Hauskatze. „Er war unsere Familienkatze, hat sogar immer wieder bei mir im Bett geschlafen“, schildert der 30-Jährige.
Nach dem Tod meines Vaters wurde Puma für sie ganz wichtig – er war ihr einziger Halt.
Peter T.
Einziger Halt für die Mutter
Als Peter T. beruflich nach Deutschland zog, blieb der Kater bei seiner Mutter. „Nach dem Tod meines Vaters wurde ,Puma‘ für sie ganz wichtig – er war ihr einziger Halt“, erinnert er sich.
„Puma“ büxte aus
Vor einigen Monaten passierte es dann. Die Mieze büxte aus. „Wie – das wissen wir bis heute nicht“, sagt Peter T. „Wir haben nach ihm gesucht, ab und zu erreichten uns Informationen, dass er gesehen worden sei“, erzählt der 30-Jährige. In letzter Zeit gab es freilich keine Sichtungen oder Meldungen mehr. Bis vor wenigen Tagen ...
Als ich das Video gesehen habe, war ich längere Zeit praktisch nicht mehr ansprechbar vor Schock.
Peter T. Besitzer von „Puma“
Video zugeschickt bekommen
Ein Bekannter schickte ihm das erschütternde Video, das die vier jungen Männer zeigt, wie sie eine rothaarige Katze auf grauenvolle Weise töteten. Der Absender meinte, dass es sich bei dem Tier um „Puma“ handeln könnte.
Daraufhin war ich praktisch nicht ansprechbar vor Schock.
Peter T.
Dann stockte der Atem
Peter T. traute sich zunächst gar nicht, das Video anzuschauen. Als er es doch wagte, stockte ihm der Atem. Und ja, er musste annehmen, dass es sich tatsächlich um seinen „Puma“ handelt. „Daraufhin war ich praktisch nicht ansprechbar vor Schock“, schildert er.
Schock auch für die Mutter
Seiner Mutter wollte er die grauenvollen Bilder zunächst vorenthalten. Doch die – inzwischen gesundheitlich bedingt im Altersheim – ließ nicht locker. Sie wollte mit ihrem „Puma“ abschließen können. Jetzt versucht sie, mit den Bildern und der Situation klarzukommen.

Viele Unschuldige getroffen
Peter T. weiß, wer die mutmaßlichen Täter sind und hofft auf eine Gesetzesänderung, damit Tierquäler endlich angemessen bestraft werden können – noch rechtzeitig für diesen Fall. Eine entsprechende Petition dazu läuft. Gleichzeitig tut es ihm extrem leid, dass „so viele Unschuldige“ in die Sache verwickelt werden. Die Region oder verschiedene Betriebe können einfach nichts dafür, betont er.
„Puma“ soll eingeäschert werden
Einen großen Wunsch haben er und seine Mutter noch. „Wir möchten ,Puma‘ einäschern können“, sagt der 30-Jährige. Wo sich der Kadaver der armen Mieze befindet, weiß er aber nicht. Die Polizei konnte ihm dazu noch keine Auskunft geben. Peter T. hofft, dieses letzte Rätsel noch lösen zu können – für „Puma“!
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