86 Prozent. Dieser eindrucksvolle Wert bildet die Stimmungslage im Land mehr als deutlich ab. 86 Prozent fordern strikte Abschiebungen von Asylberechtigten oder Asylwerbern, wenn diese straffällig werden. Und nein, bei dieser Zahl handelt es sich nicht nur um FPÖ-Wähler. Die Überzeugung zieht sich quer durch alle Bevölkerungsschichten und Parteizugehörigkeiten.
Wie fundamental diese Forderung ist, zeigt gerade das Drama von Solingen. Drei Tote und acht Verletzte hat Deutschland nach dem brutalen Messer-Angriff des Syrers Issa al Hasan auf Besucher des „Festivals der Vielfalt“ zu beklagen. Zur abscheulichen Tat bekannte sich die Terrororganisation „Islamischer Staat“. Ihr „Gotteskrieger“ war über Bulgarien nach Deutschland „geflüchtet“ und hätte eigentlich längst ausreisen sollen. Die Behörden versagten aber bei der Durchsetzung seiner Abschiebung auf allen Linien.
Bestseller-Autor Thilo Sarazzin („Deutschland schafft sich ab“) spricht bereits vom „Kriegsgebiet Deutschland“. Und dass die Phrasen der zuständigen Politiker („Wir lassen uns nicht spalten“, „Gemeinsam gegen Hass“) von völliger Hilflosigkeit und Ignoranz gleichermaßen zeugten.
Die „Stimme Österreichs“ ist Warnung und Auftrag, auch für die kommende Regierung. Wer immer dort sitzen wird: Beteuerungen allein werden beim Thema Abschiebungen von der Bevölkerung nicht mehr hingenommen werden. Die regierenden Parteien werden diese auch durchführen müssen.
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