Linz: Luger-Nachfolge

Auch Hajart und Raml wollen Bürgermeister werden

Oberösterreich
26.08.2024 11:20

Es geht um die Nachfolge von Klaus Luger (SPÖ) als Bürgermeister der Stadt Linz. Der schwarze Stadtvize hat sich jetzt festgelegt: „Ich will Bürgermeister werden.“ Sein blauer Stadtsenats-Kollege Michael Raml hat seine Kandidatur bereits im Mai angekündigt.

Nach dem Rücktritt des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger (SPÖ) braucht die Stadt einen neuen Bürgermeister – und eines ist schon jetzt fix: An Kandidaten wird es nicht mangeln. Die SPÖ schickt – wie in unserer Sonntagausgabe berichtet – den schon länger als Kronprinzen geltenden Dietmar Prammer (50) ins Rennen.

Aktuell sitzt er als Stadtrat im Linzer Stadtsenat. Einen fixen Platz in der Stadtregierung hat auch Vizebürgermeister Martin Hajart (41) von der ÖVP. Seine Kandidatur war zu erwarten, übers Wochenende gab es dazu noch einmal Gespräche mit seiner Familie. Und jetzt steht die Entscheidung fest. Hajart am Sonntagnachmittag zur „Krone“: „Ja, ich will Bürgermeister werden.“

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Ja, ich will Bürgermeister werden.

Vizebürgermeister Martin Hajart, ÖVP

„Mir geht es vor allem um einen neuen Stil“
Für die ÖVP ist das eine historische Chance. Bis zuletzt hatte sie in der Landeshauptstadt keine große Chance, bei der Wahl 2021 kam sie auf nur 16,4%. Nach dem Brucknerhaus-Skandal um Klaus Luger wittert der Schwarze jetzt aber Morgenluft im roten Linz. Vizebürgermeister Martin Hajart sagt: „Mir geht es vor allem um einen neuen Stil.“

Würde Hajart die Wahl gewinnen, hätte er mit der SPÖ (43,7% bei der Wahl ’21) die größte Fraktion im Gemeinderat gegen sich. Das sei kein Problem, sagt er: „Parteipolitik spielt für mich keine Rolle. Es geht um die Sache, es geht um Linz“, sagt der verheiratete Vater einer Tochter und eines Sohnes.

Stadtrat Raml hat Kandidatur schon im Mai angekündigt
Erwartet wird, dass auch der freiheitliche Stadtrat Michael Raml (37) um die Luger-Nachfolge in den Ring steigt. Der Doktor der Rechtswissenschaften hat bereits im Mai bei einer FPÖ-Veranstaltung angekündigt, bei der nächsten regulären Wahl 2027 als Kandidat antreten zu wollen. Durch den Rücktritt des Bürgermeisters verschiebt sich dieser Zeitplan jetzt. 

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