„Linz stärkt“, „Linz wirkt“: So wichtig es ist, Blicke hinter die Kulissen der Politik zu werfen; manchmal kann auch ein Blick auf die Kulissen erkenntnisreich sein. Denn als Freitagmittag, nachdem zuvor schon die „Krone“ den Rücktritt des Linzer Bürgermeisters angekündigt hatte, Klaus Luger vor die Presse trat, konnte man mehrere dieser Slogans an der Wand hinter dem Stadtoberhaupt lesen.
„Linz verändert“ war da auch dabei. Tatsächlich verändert sich die drittgrößte Stadt Österreichs dieser Tage: Dem SPÖ-Bürgermeister, der Linz fast elf Jahre lang gut geführt hatte, blieb nach seiner Lügen-Affäre, den unentschuldbaren Fehlern rund um Berufung und Abberufung des städtischen Kulturmanagers, keine andere Wahl als zurückzutreten.
Kaum mehr als fünf Wochen vor den Nationalratswahlen war Luger für die SPÖ längst zur schweren Last geworden. Sein – undenkbarer – Verbleib hätte Bundesparteiobmann Andreas Babler, von dem sich Luger immer wieder deutlich distanziert hatte, auch eine Miterklärung für den erwartbaren SPÖ-Misserfolg bei den Nationalratswahlen geliefert.
Nun hat Luger aber die Aufforderung des Bundesobmanns „befolgt“, er geht nicht nur als SPÖ-Stadtparteiobmann, sondern sogar auch als Bürgermeister.
Die Außenwirkung: Babler hat Stärke und Wirkung gezeigt.
„Linz wirkt“, „Linz stärkt“: In den nächsten Wochen werden wir sehen, ob das nach der Bewältigung der Linzer Affäre für Andreas Babler gilt.
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