Sohn der Ex gequält

Freundin: “Wäre jetzt vielleicht nicht mehr am Leben”

Österreich
04.02.2013 17:08
In Feldkirchen in Kärnten hat ein 26-jähriger Arbeiter am Sonntagvormittag versucht, den Sohn seiner Ex-Freundin mit insgesamt zwölf Messerstichen umzubringen. Der junge Mann wurde schwer verletzt. Motiv der Tat dürfte ein Streit um das Besuchsrecht für den gemeinsamen eineinhalb Jahre alten Sohn des früheren Paares sein, wie die Mutter des Opfers, die 40-jährige Birgit L. der "Krone" schildert. Sie ist froh, nicht zu Hause gewesen zu sein: "Sonst wäre ich jetzt vielleicht nicht mehr am Leben."

Erst Anfang Jänner hatte sich Birgit L. nach zweieinhalb Jahren von ihrem um 14 Jahre jüngeren Freund getrennt. "Es gab viele Gründe, der Altersunterschied war es aber nicht", erklärt die 40-Jährige ihren Schritt. Seither bombardierte sie der Arbeiter mit Anrufen und SMS.

"Er durfte unseren gemeinsamen Sohn Nico, der eineinhalb Jahre alt ist, alle zwei Wochen von Donnerstag bis Sonntag sehen, das war ihm zu wenig", so die Kärntnerin. Tätlich angegriffen oder auch bedroht habe sie der 26-Jährige, der einige Jugendstrafen zu verbüßen hatte, aber nie: "Während der Beziehung nicht, und auch jetzt nicht."

Sohn der Ex und Freundin gefesselt
Doch am Sonntag dürfte der Mann vollends die Kontrolle über sich verloren haben. So drang er gegen 9 Uhr über die Terrasse in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin ein, die zum Tatzeitpunkt nicht zu Hause war, und bedrohte Kevin, den dort anwesenden 21-jährigen Sohn der 40-Jährigen, und dessen Freundin mit einem Messer. Danach fixierte der Arbeiter den Lehrling mit einem Klebeband an einem Sessel, die 18-Jährige fesselte er auf dieselbe Weise im Schlafzimmer.

"Zu meinem Glück war ich nicht daheim"
Dann begab sich der Arbeiter wieder zum Lehrling und stach bzw. schnitt dem wehrlosen jungen Mann mit dem Messer zwölf Mal in den Rücken, wobei ein Stich die Lunge verletzte. Danach versuchte er auch noch, die 18-Jährige zu vergewaltigen, was ihm jedoch nicht gelang. Die junge Frau konnte zu einer Nachbarin flüchten und alarmierte die Polizei. "Zu meinem Glück war ich nicht daheim. Wer weiß, vielleicht wäre ich jetzt nicht mehr am Leben", so Birgit L. geschockt.

Der 26-Jährige wurde festgenommen, der schwer verletzte 21-Jährige im Krankenhaus Wolfsberg notoperiert. "Kevin ist außer Lebensgefahr, er liegt aber noch auf der Intensivstation", so L.

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