Woher kommt das Salz des Salzkammerguts? Die Legende des Wassermanns vom Grundlsee ist ab Sonntag (11. August) als zeitgenössische Oper mit barocken Einflüssen im Freibad Archkogl zu sehen.
Wasser und Salz prägen das Salzkammergut seit Jahrtausenden und sind auch zwei der Hauptthemen im Kulturhauptstadtjahr 2024. Wie das Salz im Sandling entdeckt wurde, ist von Mythen umrankt: Es soll ein gutmütiger Wassermann gewesen sein, der Fischern des Rätsels Lösung verriet.
Verena Frey, Projektleiterin der Ausseer Barocktage, kannte nicht nur die Legende des Wassermannes, sondern auch den italienischen Barockmusiker, Komponisten und Dirigenten Vanni Moretto gut. „Als ich ihm eine Übersetzung der Sage geschickt habe, war er begeistert“, sagt Frey. „Und er hat mit seinem Librettisten Stefano Pintor begonnen, die Oper zu schreiben.“
„Alle haben gesagt, es geht nicht“
Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, bis die Finanzierung aufgestellt war, denkt Frey zurück. „Das war mühsam. Alle haben gesagt, es geht nicht – aber es ist gegangen.“ Mittlerweile sind mehr als 50 Leute am Projekt, das am 11. August Uraufführung feiert, beteiligt. Moretto dirigiert, Regie führt Andreas Weirich, Spielleiter und Regisseur an der Bayrischen Staatsoper München. Nachwuchssänger der Uni Mozarteum Salzburg singen – Judith Gallmetzer, Vladimir Šlepec, Jeffrey Herminghaus, Maté Herczeg, Florentina Serles. Das Orchester kommt aus ganz Europa.
Zeitgenössisch, aber mit folkloristischen Elementen
Was erwartet das Publikum an drei Abenden? Librettist Pintor hat seine künstlerische Freiheit genutzt, er hat ein Salzmädchen und eine menschliche Liebesgeschichte mit in die Handlung geschrieben. Klingen wird das Werk „zeitgenössisch, aber vom Barock inspiriert, und auch folkloristische Elemente sind mit eingeflossen“, sagt Frey. „Es ist expressiv, aber hat auch viele schöne Melodien.“
Die Premiere am 11. August um 20.30 Uhr findet im Freibad Archkogl in Grundlsee statt. Weitere Termine sind am 12. und 13. August. Bei Schlechtwetter gibt es einen Ausweichtermin am 14. August in der Mehrzweckhalle des Narzissendorfes Zloam.
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