Ein Spektakel für 5000 Besucher läutete Ende Jänner das Kulturhauptstadt-Jahr 2024 in Bad Ischl (OÖ) ein. Ein Teil davon – die Nackt-Performance „Pudertanz“ – erreichte ganz Österreich und mehr: Ein Skandal und zugleich eines der Highlights im ersten halben Jahr, das man insgesamt als Erfolg verzeichnet. Intendantin Schweeger formuliert dazu ein neues Wort für die Leut‘ im Salzkammergut.
Die Nackt-Performance „Pudertanz“ sorgte am Anfang für einen Skandal. Geschadet hat er nicht, denn die breite Aufmerksamkeit war geweckt.
Nun die Bilanz nach dem ersten halben Jahr: Über 220.000 Menschen haben bisher Veranstaltungen der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut besucht, die in 23 Gemeinden in der Steiermark und in Oberösterreich über die Bühne gehen.
Mit Stichtag 30. Juni wurden rund 130 Projekte, die im Programmbuch vorgestellt wurden, umgesetzt. „Erfreulich ist, dass alle unsere bisherigen performativen Eigenveranstaltungen mit Eintritt ausverkauft waren und auch alle bereits eröffneten Ausstellungen sehr gut angelaufen sind“, freut sich die kaufmännische Geschäftsführerin Manuela Reichert.
Auch das Budget konnte noch gesteigert werden, insgesamt liegt es derzeit bei 30,8 Mio. Euro (vormals 30 Mio).
„Es gibt ein neues Wort: die ‘Salzkammergütler‘!“
Elisabeth Schweeger, Intendantin
Neues Wort für die Leut‘ im Salzkammergut
Intendantin Elisabeth Schweeger dagegen schwelgt im Erfolg für die Region, den sie so auf den Punkt bringt: „Es gibt ein neues Wort: die ‘Salzkammergütler‘!“ Das heiße, „es gibt viel mehr Austausch, innerhalb der Region gibt es Vernetzung und auch außerhalb.“
Raubkunst zieht am meisten
Das höchste Publikumsinteresse verzeichneten bisher die Ausstellungen „Sudhaus – Kunst mit Salz und Wasser“ mit 13.715 Besuchern und die Ausstellungstrilogie „Die Reise der Bilder“ in Linz, Lauffen und Bad Aussee über in Stollen eingelagerte NS-Raubkunst mit 30.000 Besuchern. Weiters kommen u.a. „Simon Schwarz – Verborgen im Fels“ in Altausee oder das Wirtshauslabor mit 2950 Gästen gut an.
Unter den Konzerten waren Bruckners Salz in Ebensee mit 2485 Interessierten oder „Urlicht Primal Light“ in Bad Ischl mit 1748 Besuchern ganz vorne dabei.
Kurbel für die Nebensaison
Auch die Ankunfts- und Nächtigungszahlen in der Vorsaison waren sehr positiv. In der Bannerstadt Bad Ischl konnte eine Steigerung der Ankunftszahlen in Höhe von 36% und Nächtigungszahlen in der Höhe von 21% verzeichnet werden.
Die gesamte Kulturhauptstadt-Region konnte eine Steigerung bei den Ankunftszahlen in der Höhe von 8% und bei den Nächtigungszahlen in der Höhe von knapp 5% erreichen. Kulturhauptstadt-„Nachbar“ St. Wolfgang steigerte die Nächtigungen gleich um 25%.
Ob allerdings diese Kulturhauptstadt die Rekorde von Linz09 erreichen wird, bleibt fraglich: Damals besuchten fast 3,5 Millionen Menschen mehr als 7700 Veranstaltungen, Ausstellungen, Festivals, Aktionen und Projekte von Linz09 in einem Jahr.
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