„Krone“-Kommentar
Trump war mehr klassisch als neu
Das war er, der neue Trump – allerdings nur die erste halbe Stunde seiner Parteitagsrede. Dann kam doch der klassische Trump durch.
Der kaum schaumgebremste Wüterich kündigte wieder einmal das große autoritäre Aufräumen an. An „Sleepy Joe“ Biden persönlich brauchte er sich nicht mehr abzuarbeiten, denn Trump muss sich bald auf einen/eine neuen/neue Gegner/in einstellen.
Dieser US-Wahlkampf hat es wirklich in sich: Nach dem Mordanschlag samt wundersamer Errettung des einen Kandidaten dieses große Rücktrittsdrama um den anderen Kandidaten.
Können die demoralisierten Demokraten noch einmal das Ruder herumreißen? Wie auch immer: Die Entscheidung fällt auf dem Parteitag Mitte August in Chicago.
Wegen des Zeitdrucks bis zur Wahl am 5. November müsste es eine landesweit bekannte Person sein. Alles hängt davon ab, ob es ein offener Parteitag wird oder ob sich Biden ohne Empfehlung für die Nachfolge schmollend in das Weiße Haus zurückzieht.
Sollte dann am Wahltag doch noch das „demokratische Wunder“ gelingen, dann kämen auf die USA gefährliche Zeiten zu. Trump hat zuletzt einmal mehr gedroht, eine „gestohlene Wahl“ nicht auf sich sitzen zu lassen. Der 6. Jänner 2021, der Sturm auf das Kapitol, hängt wie ein Damoklesschwert über dem Land. Er könnte nur die Ouvertüre für einen 6. Jänner 2025 gewesen sein.
Und Europa? Begreift es endlich den Ernst der Lage?








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