Russlands Präsident Wladimir Putin hat angesichts des hohen Stromverbrauchs vor dem Schürfen von Kryptowährungen in seinem Land gewarnt. Derzeit würden „fast 1,5 Prozent des gesamten Stromverbrauchs“ auf das Konto des sogenannten Krypto-Minings gehen, sagte Putin am Mittwoch.
Diese Zahl „wächst weiter“, mahnte der Präsident. Russland ist eines der wichtigsten Länder für das Schürfen neuer Krypto-Münzen. Die Betreiber Tausender, oft in großen Hallen untergebrachter Computer validieren dabei Transaktionen und erhalten im Gegenzug neue Kryptowährung.
Der Kreml steht der unregulierten Industrie jedoch skeptisch gegenüber und die Duma beschäftigt sich derzeit mit einem Gesetz zur Verschärfung der Kontrolle. Der dem russischen Parlament vorliegende Entwurf sieht eine Limitierung zugelassener Mining-Unternehmen vor und erlaubt es der Regierung, das Mining in bestimmten Regionen zu verbieten.
Stromausfälle befürchtet
Putin warnte davor, dass das unkontrollierte Wachstum des Stromverbrauchs für Krypto-Mining „zu Stromausfällen in gewissen Regionen“ führen könnte. Demnach hätten drei sibirische Regionen wegen intensiven Krypto-Schürfens bereits Stromknappheit erlebt. Wegen des günstigen Stroms und des kalten Wetters ist Sibirien seit langem eine Hochburg des Krypto-Minings.
Der russische Präsident erläuterte nicht, wie Russland das Problem angehen solle oder ob er Beschränkungen des Minings vorschlage, mahnte aber „zeitnahe Entscheidungen“ an. Zudem forderte er eine Beschleunigung bei der Einführung eines „digitalen Rubel“, einer offiziellen digitalen Währung, die von der Zentralbank des Landes gedeckt wird.
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