„Krone“-Kommentar

Dämmerung

Kolumnen
10.02.2026 11:00

Als Relikte Alteuropas haben sich Monarchien bekanntlich nur in den Beneluxstaaten und Skandinavien, natürlich auch im Vereinigten Königreich und in Spanien gehalten. Und zusätzlich in Kleinstaaten wie Monaco und Liechtenstein.

EINERSEITS waren die entsprechenden Königshäuser in den letzten Jahrzehnten primär ein Fall für die Regenbogenpresse. Interessant allenfalls für Traditionspflege und den Tourismus, politisch weitestgehend ohne Einfluss.

ANDERERSEITS repräsentierten sie aber für „ihre“ Völker so etwas wie historische Kontinuität und nationale Identität. Und das auch in schwierigen Zeiten. Voraussetzung für die Akzeptanz von Erbmonarchien durch die jeweiligen „Untertanen“ war aber stets ein Mindestmaß an moralischer Integrität der „Erlauchten“.

Ganz abgesehen von Korruptionsskandalen, wie sie den spanischen Ex-König Juan Carlos betrafen, scheint genau diese moralische Vorbildfunktion durch die Verwicklung eines Teils der europäischen Königshäuser in den Skandal rund um den amerikanischen Sexualstraftäter Epstein völlig wegzubrechen. Da ist die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit samt ihrem offenbar wohlstandsverwahrlosten Sohn Marius Borg Høiby. Dann die schwedische Prinzessin Sofia, der belgische Prinz Laurent und natürlich der britische Königsbruder Andrew, die in den „Epstein Files“ aufscheinen.

Und wenn nun die niederländische Königin und ihre Tochter medienwirksam sogar Militärdienst leisten, wird der völlige Vertrauensverlust gegenüber den letzten Monarchien Europas wohl kaum zu verhindern sein.

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