Benjamin Moser hat bei den Olympischen Spielen in Italien am Dienstag eine große Enttäuschung erlebt. Der Traum des Tirolers auf einen Spitzenplatz im Langlauf-Sprint in Tesero endete bereits in der Qualifikation. Bei den Frauen qualifizierte sich Heidi Bucher bei ihrem Olympia-Debüt erstmals für die Finalläufe der Top 30.
Als 33. verpasste Moser die Teilnahme an den Finalläufen gerade einmal um 31 Hundertstelsekunden. Das Aus kam auch für Michael Föttinger (46.).
Erstes Viertelfinale für Bucher
Die 19-Jährige Tirolerin belegte im Prolog über 1,6 km im klassischen Stil mit einem Rückstand von 12,52 Sekunden den 28. Platz und steht damit erstmals in ihrer Karriere im Viertelfinale. „Das war mein großes Ziel und das habe ich erreicht“, sagte Bucher „megahappy“. Die Burgenländerin Magdalena Scherz verpasste hingegen den angepeilten Einzug in die Top 30 als 35. (+15,20) knapp.
Moser tief enttäuscht
Moser war nach seinem ersten Olympia-Einsatz in Tesero niedergeschlagen und ärgerte sich über seinen Rückstand von 11,67 Sek. auf den überlegenen norwegischen Superstar Johannes Hösflot Kläbo. „Für mich war es keine Hundertstel-Entscheidung. Weil elf Sekunden sind eine Welt. Ich bin mehr als enttäuscht, im Prinzip ist es die schlechteste Performance der Saison“, sagte Moser zur APA. Es sei ein „Scheiß“, weil „so viele Leute da sind und ich so herummurkse“.
„Harter Dämpfer“
Im Vorfeld hatte sich der Gesamtzehnte der Tour de Ski das Finale der Top sechs als Ziel gesetzt, beim Sprint-Weltcup in Toblach Ende Dezember belegte er noch den achten Platz. „Es ist ein harter Dämpfer für das Selbstvertrauen. Ich glaube, dass die Form passt, aber heute habe ich sie gar nicht gezeigt“, ergänzte Moser. Wie bei seinem Teamkollegen Föttinger war das Steigwachs auf den Skiern nicht optimal, es sei auf der „glatten Seite“ gewesen, betonte der 28-Jährige. Beim Skating-Einzel am Freitag über 10 km nimmt sich Moser eine Top-15-Platzierung vor. „Ich muss schauen, dass ich positiv bleibe.“
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