ORF-Generaldirektor Roland Weißmann ist ein offenbar ein Feinspitz, wenn es um frisch und live servierte Fußballmatches geht. Für die Gebührenzahler muss es allerdings die Rest‘lküche tun.
Ja, Übertragungsrechte für die Fußball-EM sind sündteuer – quasi die Haubenküche unter den TV-Inhalten. Da kann es schon passieren, dass jemand vor dem Restaurant stehen bleibt und lautstark über die Preise auf der Speisekarte schimpft. Komisch wird es aber dann, wenn man dieselbe Person dann im Hinterzimmer gierig die halbwegs leistbaren Gerichte der Karte eines nach dem anderen herunterschlingen sieht.
Für die ORF-Zuseher ist die Rest‘lküche gut genug
Das ist die Taktik von ORF-General Roland Weißmann in Sachen Fußball-EM. Privatkonkurrent ServusTV hat einfach tiefer in die Tasche gegriffen und deshalb heuer die TV-Rechte, Punkt. Im ORF ist zu sehen, was ServusTV links liegen lässt, und auch dafür fließt reichlich Geld vom Küniglberg an ServusTV. Das hindert Weißmann nicht daran, seine „Zeit im Bild“ zur privaten Klagemauer umzufunktionieren, dort über „Red-Bull-Millionen“ zu ätzen und Gebührenzahlern zugleich die bei ServusTV eingekaufte Rest’lküche zu servieren.
Weißmann selbst muss sich nicht mit Restl‘n begnügen: Er gönnt sich Besseres und zahlte mit der Haushaltsabgabe zuletzt einen Gruppenausflug zum Match Österreich gegen Frankreich, Flug und Hotel natürlich inklusive. Wenn Sie also beim Lieferanteneingang des Restaurants jemanden mit hochgeschlagenem Mantelkragen und Kasperlmütze sagen hören: „Packen Sie mir das Beste vom Besten ein und setzen Sie’s auf die Rechnung von wem anderen“ – Sie wissen, wer es ist.
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