Während der Landtag einheitlich hinter einem neuen Schienenstrang im Zentralraum steht, tobt im Nationalrat eine heftige Debatte zwischen Opposition und Regierungsparteien und bringt keine Einigkeit.
Der neuerliche Vorschlag von SPÖ-Klubobmann Philip Kucher, dass alle im Nationalrat vertretenen Parteien sich gemeinsam für eine Bahngütertrasse im Kärntner Zentralraum einsetzen sollen, sorgte in der letzten Sitzung des Hohen Hauses für ordentlich Krach. Denn schon im Vorfeld kritisiert ÖVP-Abgeordneter Gabriel Obernosterer das Vorhaben Kuchers scharf. Und schließlich kommt es am Donnerstagabend zum Showdown der beiden Kärntner. Während Obernosterer seinen Kollegen Kucher Wahlkampftaktik vorwirft, ortet Kucher einmal mehr eine bewusste Verzögerung der Bundesregierung zulasten der Kärntner Bevölkerung.
Die ÖVP fällt der Kärntner Bevölkerung, die unter dem Lärm massiv zu leiden hat, einmal mehr eiskalt in den Rücken.
FP-Chef Erwin Angerer
Antrag abgeschmettert
Aber auch die hitzige Debatte kann Opposition und Regierungsparteien nicht einen. Und so wird der SPÖ-Antrag von ÖVP und Grünen abgeschmettert.
Kritik kommt dafür nicht nur von den Kärntner Sozialdemokraten, sondern auch von der FPÖ, die im Nationalrat mit der SPÖ für die rasche Umsetzung einer Gütertrasse stimmten. „Beim Thema Bahnlärm produziert gerade die ÖVP in Kärnten bei jeder Gelegenheit Schlagzeilen, als wären sie die Retter der Nation, in Wahrheit haben sie Initiativen bereits mehrfach abgelehnt und blockiert!“, so FP-Chef Erwin Angerer.
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