Einsam und verborgen liegt der Gefrorene See, zu dem die „Krone“-Wanderexpertinnen Elisabeth Zienitzer und Silvia Sarcletti diesmal aufbrechen, in den Rottenmanner Tauern: schöne Bergtour zu einer glazial geprägten Berglandschaft.
Die Rottenmanner Tauern haben überwiegend hochalpinen Charakter und werden als landschaftliches Juwel mit markanten Felsgraten, tief ausgeschürften Karen und bezaubernden Seen beschrieben. Der höchste Gipfel ist der Große Bösenstein mit 2448 Metern, der bei diesem Wandertipp von einem eher unbekannten Blickwinkel zu sehen ist.
Mit dem Ochsenkar lernen wir eine vom Gletscher – nahezu lehrbuchmäßig – geformte Landschaft kennen, die von den schroffen und mächtigen Wänden des Großen Bösensteins und den sanften Formen der Großen Rübe umgeben wird.
Der Ochsenkarbach ist zudem ein schönes Beispiel für einen naturbelassenen Gebirgsbach, der geschmeidig über die Almböden mäandriert. Das Ziel der Wanderung ist der Gefrorene See, der den Namen zu Recht trägt.
Bis in den Sommer hinein ist der See von einer geschlossenen Eisschicht bedeckt, da die hohen Gipfel relativ lange ihre Schatten über das Kar und den darin liegenden See werfen. Fazit: Es müssen nicht immer die hohen Gipfel sein!
Wir starten beim Parkplatz und wandern über die Scheibelalm zur Edelrautehütte (1706 m). Nahe der Hütte sehen wir den Wegweiser in Richtung Gefrorener See. Es geht ein kurzes Stück bergab, weiter über einen Holzsteg bis zur Wegkreuzung Hauseck und Rottenmanner Hütte.
Wir halten uns rechts und gelangen zu einer langen Querung, die tendenziell bergab – durch einen Fichten-Lärchen-Zirbenwald – in das Ochsenkar mit der gleichnamigen Hütte führt. Auf den weitläufigen Almböden angekommen, queren wir den Ochsenkarbach und gehen entlang des Südhanges der Großen Rübe und Seekarspitze bergauf bis zum Gefrorenen See (2076 m).
Der Rückweg folgt der Aufstiegsroute.
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