Titel vorgetäuscht

Mann gab Studium vor, um Geliebte treffen zu können

Österreich
16.11.2012 17:00
Das Diplom gefälscht und damit einen Magistertitel vorgetäuscht hat der Amtsleiter einer Gemeinde im oberösterreichischen Bezirk Wels-Land - jedoch nicht, da er sonst den Job nicht bekommen hätte. Vielmehr hatte der 34-Jährige vorgegeben zu studieren, um seine Geliebte von der Frau unbemerkt treffen zu können.

Erst seit Anfang des Jahres war der Hochstapler in der Position des Amtsleiters. Zuvor hatte es genau um diesen Job ein politisches Gezerre gegeben. Umso mehr wirbelt nun die Tatsache Staub auf, dass der angebliche Jurist, der für den Posten ausgewählt worden war, seinen Magistertitel getürkt hatte. 

Und zwar mit einer plumpen Fälschung eines Diploms der Kepler-Universität in Linz, das der 34-Jährige seiner Bewerbung beigelegt hatte. "Ein Magistertitel war für das Amt gar nicht erforderlich", zeigt sich der Bürgermeister der Gemeinde entsetzt.

Angebliches Studium als Vorwand benutzt
Doch das war auch nicht der eigentliche Grund für die dreiste Titel-Schummelei. Vielmehr hatte der Mann sein angebliches Studium dazu benutzt, um sich gegenüber seiner Frau ein Alibi zu verschaffen. Die damit gewonnene Zeit verwendete der untreue Ehemann, um sich mit seiner Geliebten treffen zu können. 

Anonyme Briefe an den Ortschef ließen nun den gesamten Schwindel rund um den falschen Magistertitel und natürlich die Affäre auffliegen - der Amtsleiter trat daraufhin zurück. Ein harmloser Italienischkurs wäre als Ausrede wohl besser gewesen...

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