Enorme Niederschlagsmengen erhöhen ab Freitag die Gefahr von Muren und überlaufenden Bächen. Experten hoffen, dass sich die niedrige Schneefallgrenze entlastend auswirken wird. Es droht jedenfalls ein Wochenende im Zeichen von Gummistiefel und Schirm.
Als ob wir vom sehr durchwachsenen Wetter nicht schon genug hätten – nun kommt es noch dicker: „Schon zu Fronleichnam setzt von Westen her Regen mit eingelagerten Gewittern ein“, prognostiziert Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst Ubimet.
Bis zu 100 Liter pro Quadratmeter
Am Freitag soll es dann über viele Stunden richtig schütten. „In Nordtirol dürften es 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter werden, an der Grenze zu Bayern vielleicht sogar 100 Liter“, sagt der Experte. Betroffen ist auch Osttirol, dort sollte sich das Wetter am Samstag schneller als im Norden wieder beruhigen.
Kleinere Bäche eher betroffen als der Inn
Mit dem flächendeckenden Starkregen steigt die Gefahr von lokalen Überflutungen und Muren. Diese gilt eher für kleinere Flüsse und Bäche und weniger für den Inn. „In dessen Einzugsgebiet, im Schweizer Engadin, sind weniger intensive Niederschläge prognostiziert“, verrät Zimmermann. In Nordtirol rechnet er vor allem im Bereich Karwendel und Außerfern mit den stärksten Regengüssen.
Gefahr besteht eher bei kleineren Flüssen und Bächen, weniger für den Inn.
Nikolas Zimmermann, Ubimet
Schneefall wirkt entlastend
Günstig für eine etwaige Hochwassergefahr wirkt sich der Schneefall auf den Bergen aus. „Die Schneefallgrenze dürfte um 1700 Meter liegen“, sagt Zimmermann. Auf gewissen Passverbindungen, etwa am Arlberg, ist durchaus mit Behinderungen zu rechnen. Die Temperaturen in den höheren Tälern rasseln in den einstelligen Bereich.
Italientief mit Wirkung, die flächendeckend ist
Generell handelt es sich um ein Italientief, das der in der Vergangenheit öfters katastrophalen Fünf-B-Wetterlage ähnlich ist. „Aber nicht in der ganz klassischen Art“, schränkt der Experte ein.
Ein echter Sommer mit Wetter zum Schwimmen, Grillen und Abenden auf der Terrasse oder dem Balkon ist vorerst noch nicht in Sichtweite.
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