Kasperl der Woche

Expertin für Kehrtwenden voglauert vor der Presse

Wien
26.05.2024 16:00

Kurz nachdem die Generalsekretärin der Grünen bei einer Pressekonferenz zur Causa Schilling auf die SPÖ losgeht und deren Vorgehen mit den „Silberstein-Methoden“ vergleicht, nimmt sie ihre Worte kurz später zurück. Dafür gibt es den Kasperl der Woche. 

Nun kann wahrlich nicht mehr viel fehlen und das Wort voglauern muss in den Duden aufgenommen werden. Die Bedeutung ist rasch definiert: Voglauern – wegen vorübergehender oder auch langfristiger Unzurechnungsfähigkeit während einer Pressekonferenz Aussagen treffen, die man im Anschluss, wenn nicht einmal noch die Mikrofone abgesteckt sind, öffentlich sofort wieder zurücknehmen muss – um die Causa, die ursprünglich zu dieser Pressekonferenz geführt hat, am Ende noch schlimmer zu machen, als sie davor sowieso schon war.

Benannt ist voglauern nach der Zurückruder-Pionierin Olga Voglauer, die neben ihrer Tätigkeit als Expertin für Kehrtwenden nebenberuflich und zumeist unter Ausschluss der Öffentlichkeit Generalsekretärin der Grünen ist. Nun durfte sie wieder einmal vor die Presse treten und voglauerte darauflos. In der Causa Schilling ließ sie sich zu einem Plädoyer hinreißen, das in etwa die Halbwertszeit von Polonium-214 (0,000164 Sekunden) zu verbuchen hat.

Nur Augenblicke nach der Pressekonferenz hieß es von ihr: „Ich habe heute in den Raum gestellt, dass SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Schieder etwas mit den Veröffentlichungen zu Lena Schilling zu tun hat. Mir ist damit ein Fehler passiert, der mir nicht hätte passieren dürfen.“ Und dann: „Weiters bedauere ich, dass ich in diesem Zusammenhang von Silberstein-Methoden gesprochen habe. Ich hätte mir der Konnotation bewusst sein müssen.“ Voglauer voglauert – unser Kasperl der Woche.

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