Diesen Albtraum wird ein junger Österreicher sein Leben lang nicht mehr vergessen: Seine Freundin durfte nach der Landung im Urlaubsparadies in die Türkei einreisen. Der 22-Jährige, wenige Schritte hinter ihr, kam nur bis zur Passkontrolle – und wurde dort von Polizisten umringt, abgeführt und in eine Zelle gesteckt!
So sehr hatte sich der 22-Jährige aus Eisenstadt auf den ersten gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin gefreut, als er in Wien ins Flugzeug nach Antalya eingestiegen war. Doch kurz nach der Landung gegen Abend auf dem Airport in Antalya war für ihn die Reise schon zu Ende. Seine Freundin (19) marschierte ohne Probleme durch die Kontrolle. Ihren Begleiter bekam sie aber nicht mehr zu sehen.
In Zelle eskortiert
„Pass kaputt“, bekam der Burgenländer in gebrochenem Englisch zu hören. „Jemand hat irgendetwas laut auf Türkisch gerufen, dann war schon die Polizei da“, schildert der Festgenommene. Alles ging schnell. Der Österreicher wurde in eine schmutzige Zelle auf dem Flughafen eskortiert, die Freundin durfte nicht mehr zu ihm. Sein Pass war beschlagnahmt. „Die Beamten sagten lediglich, dass sie so etwas nicht annehmen“, erklärt der 22-Jährige.
Alle Daten erkennbar
Tatsächlich ist das Reisedokument nicht mehr ganz frisch, etwas zerknittert. Die Ecken sind umgeknickt oder fehlen teilweise sogar, doch alle Daten und Codes sind voll erkennbar. „Bei der Passkontrolle bei der Abreise in Österreich hat es keine Beanstandungen gegeben“, erinnert sich der 22-Jährige.
Die österreichische Botschaft habe ihm jedenfalls nicht helfen können, sagt er: „Ich habe mir Sorgen um meine Freundin gemacht. Sie hatte große Angst, allein in einem fremden Land.“ Erst nach fünf Stunden durfte er das Ladegerät für sein Handy benutzen: „Zum Glück hatte ich noch in Österreich einen Extra-Internetzugang gebucht, sonst hätte ich keinen Kontakt nach draußen gehabt.“
14 Stunden in Schubhaft
Ein dreckiger Raum mit Stockbetten, unappetitliche Flecken auf der nackten Matratze, der Fliesenboden bespuckt mit Kautabak – so verbrachte der 22-Jährige die Nacht. Nach 14 Stunden Schubhaft brachte ihn die Airport-Security zu einem Flugzeug nach Hause, sein Pass wurde der Bord-Crew in Verwahrung gegeben.
Geringe Entschädigung
Über einen türkischen Freund in Österreich konnte der Burgenländer wenigstens ein Flugticket für seine Partnerin organisieren. Nach dem „Horrorurlaub“ waren beide erleichtert, als die Maschine auf der Landebahn in Wien aufsetzte. Das bittere Fazit eines Albtraums: „Wir haben genug gezahlt, aber weder unser Hotel noch den Strand gesehen“, so das enttäuschte Paar. Das Geld ist weg, vom Reiseveranstalter gibt es lediglich 79 Euro als Entschädigung retour.
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