Flucht auf Felgen

Autodiebe liefern Polizei wilde Verfolgungsjagd

Österreich
19.10.2012 14:22
Mit einem gestohlenen Auto inklusive Diebesgut und Einbruchswerkzeug hat sich ein kriminelles Trio bei einer Verkehrskontrolle im Burgenland nicht erwischen lassen wollen. Die zwei Männer und eine Frau lieferten der Polizei eine Verfolgungsjagd bis in die Slowakei. Dort klickten dann die Handschellen.

Am Donnerstag, kurz vor Mitternacht, näherte sich der VW Golf mit den drei Slowaken - zwei Männer im Alter von 27 und 33 Jahren und eine 23-jährige Frau - einer Verkehrskontrolle im burgenländischen Kittsee. Als die Gesetzeshüter Rot zeigten, hielt der Wagen kurz an.

Bevor die Beamten allerdings mit der Kontrolle beginnen konnten, trat der Lenker plötzlich aufs Gaspedal und raste davon. Die Polizisten nahmen sogleich die Verfolgung auf und blieben auch an dem Wagen dran, als dieser nach drei Minuten den ehemaligen Grenzübergang Kittsee-Jarovce passierte. 

Flucht auf Felgen, dann auf Bremsscheiben
Kurz darauf prallte der Golf erst gegen eine Leitschiene und danach gegen einen Randstein - den zwei Reifen auf der rechten Fahrzeugseite ging daraufhin die Luft aus. Doch die Flüchtenden ließen sich davon nicht beirren und fuhren auf den Felgen weiter. Nach etwa fünf Kilometern ging dann auch der Rest der Räder verloren, der Wagen rollte nur mehr auf den Bremsscheiben dahin. 

Die Flucht endete schließlich auf einer Landstraße. Der Golf stellte sich bei der Überprüfung als gestohlen heraus, im Wagen selbst fanden die Beamten neben mehreren Autoradios auch Einbruchswerkzeug sowie eine Machete und ein Springmesser. Die drei Verdächtigen wurden der slowakischen Polizei übergeben.

Vier italienische Autodiebstähle in NÖ geklärt
Auch die niederösterreichische Polizei konnte im Zuge einer Verkehrskontrolle einen mutmaßlichen Autodieb fassen: Die Beamten hatten am Dienstag im Bezirk Mistelbach einen Kleintransporter aufgehalten. Sie schöpften Verdacht, als sie im Laderaum eine Vielzahl an unterschiedlichen Kfz-Teilen von verschiedenen Automarken entdeckten. 

Der 35-jährige polnische Lenker konnte keine glaubwürdigen Angaben zum Kauf machen. Umfassende Ermittlungen ergaben dann, dass alle Fahrzeugteile von Pkws stammen, die in Italien gestohlenen worden waren. Die Polizei vermutet, dass die Diebstähle von einer international agierenden kriminellen Organisation durchgeführt wurden. Der Verdächtige wurde am Donnerstag in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

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