Marion Kreidenhuber leitet zwei Caritas-Einrichtungen in der Stadt Salzburg, die Auffangnetz für viele ältere Menschen sind.
Wenn psychische Erkrankungen zuschlagen, stehen viele Menschen auf einmal machtlos da. Trifft eine psychische Problemsituation im Alter jemanden, der niemanden mehr hat, schaut es noch viel schlimmer aus. Zwei Caritas-Einrichtungen in der Stadt Salzburg kümmern sich um Ältere, die psychische Unterstützung und Pflege brauchen oder ein Suchtproblem haben.
Caritas-Einrichtungen helfen
„Für Menschen ab 45 Jahren, die eine Suchterkrankung haben oder psychische Hilfe benötigen, gibt es ansonsten keine Wohnform im ganzen Bundesland“, sagt Marion Kreidenhuber (54). Die Diplom-Sozialbetreuerin leitet die Alterspension und das Albertus-Magnus-Haus der Caritas. Sie ist Chefin von mehr als 60 Mitarbeitern. In beiden Häusern kommen knapp mehr als 60 Bewohner – egal, ob Kurz- oder Langzeit – unter.
Wunsch nach mehr Anerkennung
„Die Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen werden in der Gesellschaft weniger“, sagt Kreidenhuber. Schwere Depressionen können jeden treffen. Geschieht dies im Alter, kann oft nicht richtig gegengesteuert werden. Meist fehlen Diagnose- oder Therapiemöglichkeiten. Beides gibt es in den beiden Caritas-Einrichtungen. Anlässlich des Internationalen Tages der Pflege (12. Mai) wünscht sich Kreidenhuber eines: „Mehr Anerkennung und positive Wahrnehmung für diesen Beruf, den wohl tollsten der Welt.“
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