Nach Cyberangriff
Deutschland holt Botschafter aus Russland zurück
Nach dem Angriff einer Hackergruppe des russischen Militärgeheimdienstes auf Ziele in Deutschland reagiert die Bundesregierung: Der Botschafter wird zu Konsultationen nach Berlin zurückgerufen.
Die Entscheidung, den Diplomaten Alexander Graf Lambsdorff in die Hauptstadt zu holen, gab eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Montag bekannt. „Das ist ein übliches Vorgehen nach vergleichbaren Ereignissen, wie wir sie erlebt haben“, erklärte sie. Der Botschafter soll sich demnach für eine Woche in Berlin aufhalten und dann nach Russland auf seinen Posten zurückkehren.
Hackergruppe APT28 unter Verdacht
Grund für die Maßnahme sind die Cyberattacken gegen Regierung, Parteien und Firmen in Deutschland, für die die russische Hackergruppe APT28 verantwortlich gemacht wird. Sie wird dem russischen Geheimdienst GRU zugeordnet. „Dieses Ereignis nimmt die Bundesregierung sehr ernst als Verhalten gegen unsere freiheitliche Demokratie und auch Institutionen, die sie tragen“, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes dazu. Russland weist zurück, in die Attacken involviert zu sein.
Auch Angriffe gegen Polen und Tschechien
Die Cyberangriffe im großen Stil betrafen neben den Parteien SPD und CDU auch Regierungsstellen sowie Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Rüstung, Luft- und Raumfahrt sowie IT. Auch Stiftungen und Verbände waren betroffen. Ähnliche Attacken gab es in Tschechien und Polen. Alle drei Länder gehören zu den größten europäischen Unterstützern der Ukraine, gegen die Russland seit mehr als 800 Tagen einen Angriffskrieg führt.









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