Kinderleicht erklärt

Komisches Geräusch: Warum wir rülpsen müssen

Gesünder leben
09.04.2024 06:00

Besonders nach dem Trinken eines kohlensäurehältigen Getränks haben wir das Bedürfnis zu rülpsen. Was genau im Körper passiert, bevor das laute Geräusch – hoffentlich unabsichtlich – aus dem Mund entweicht, lesen Sie oder Ihre Kinder im Folgenden in einfachen Worten.

Hoppala, laut aufzustoßen ist den meisten ganz schön peinlich. Vor allem, wenn ein deutlich hörbares Geräusch entweicht – und es andere in der Nähe hören. Du kennst es sicher, man spricht dann von „rülpsen“.

Wie es dazu kommt
Beim Rülpsen bahnt sich einfach Luft ihren Weg ins Freie. Denn alles, was wir essen und trinken, enthält entweder Luft oder wird davon begleitet. Treffpunkt ist der Magen. Du isst also zum Beispiel ein Stück Pizza und schluckst dabei unmerklich ein bisschen Luft.

Aber auch Lebensmittel selbst bestehen aus Gasen und Luft. Am meisten ist etwas davon in Getränken mit Kohlensäure vorhanden. Besonders viel Luft gelangt darüber hinaus in den Magen, wenn wir hektisch schmausen oder beim Essen viel reden. Im Magen entsteht dann eine breiige Masse. Die Luftbläschen verlassen den Brei und zerplatzen. Diese Luft sammelt sich und drückt gegen die Magenwände. Staut sich sehr viel davon an, öffnet sich ausnahmsweise kurz ein Muskel zwischen Speiseröhre und Magen.

Fröhliche Luft-Wanderung
Die Luft wandert die Speiseröhre hinauf. Gleichzeitig öffnet sich auch der Muskel, der im Mund den Zugang zur Speiseröhre verschließt. Die Luft zieht anschließend an den Stimmbändern vorbei und löst mit der entstandenen Schwingung der Bänder den Rülps-Ton aus. Umso mehr Luft entweicht und der Mund dabei noch dazu geöffnet ist, desto lauter wird der Rülpser. Ein Teil der Luft wandert übrigens auch durch den Darm und gelangt „unten“ wieder nach draußen – als Furz, Pups bzw. Darmwind, wie auch immer du dazu sagst.

Absichtlich rülpsen – geht das?
Ja, manche Menschen können auch mit Absicht rülpsen: Sie schlucken dafür viel Luft hinunter, die dann aber, bevor sie überhaupt den Magen erreicht, gleich wieder die Speiseröhre hinaufwandert. Manche helfen nach, indem sie zum Beispiel rasch ein großes Glas Limonade trinken. Das Ganze funktioniert aber nur, wenn man aufrecht sitzt oder steht, nicht aber im Liegen.

Andere Länder, andere Sitten
Während man bei uns schief angeschaut wird, wenn das Geräusch laut entweicht, ist es in China völlig in Ordnung, nach dem Essen zu rülpsen. Dort gilt das nämlich als Zeichen, dass es geschmeckt hat. Würde man nach dem Mahl nicht aufstoßen, wäre der Gastgeber ganz schön gekränkt. Übrigens sind dort auch schmatzen, schlürfen und mit vollem Mund reden erlaubt.

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(Bild: KMM)



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