Vorgelagerte Kontrollen zeigen laut dem Innenministerium Wirkung: Die Schleppermafia macht aktuell einen Bogen um Österreich.
Eine derart ruhige Woche hatte die burgenländische Grenzpolizei seit Langem nicht mehr. Seit 7. März wurden im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet nur sieben Migranten aufgegriffen – ein Bruchteil im Vergleich zu vorangegangenen Monaten.
Dass der Migrationsdruck auf Österreich deutlich nachgelassen hat, spiegelt sich auch in der jüngsten Statistik wider: Im Jänner wurden bundesweit 2287 Asylanträge gestellt – im Vergleichszeitraum 2023 waren es doppelt so viele. Für Februar liegen noch keine bereinigten Zahlen vor, der Trend soll dem Vernehmen nach aber anhalten. Was auffällt: Beinahe die Hälfte der Anträge wurde von Frauen gestellt. Stichwort: Familienzusammenführung.
Die Situation an den anderen Hotspots in Europa zeichnet jedoch ein düsteres Bild. Vor allem an der türkisch-bulgarischen und der griechischen Außengrenze ist der Druck weiterhin hoch. Dort sind zum Teil auch österreichische Polizisten auf Patrouille – entweder in bilateralen Einsätzen oder für Europas Grenzagentur Frontex. Die musste in den vergangenen Jahren ja einiges an Kritik einstecken, stellt sich aber gerade neu auf.
Ein erfolgreicher Kampf gegen Asylmissbrauch und die organisierte Schlepperkriminalität ist nur grenzüberschreitend möglich.
Innenminister Gerhard Karner
In die neue Führung setzen die Polizeibehörden jedenfalls große Hoffnung. Österreich beteiligt sich mit 51 Beamten. „Unsere Polizisten leisten konsequente und exzellente Arbeit – sowohl bei den bilateralen Einsätzen in Ungarn und Serbien als auch im Frontex-Verbund“, so Innenminister Gerhard Karner. Sei es am Boden oder mit Drohnen in der Luft.
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