Insgesamt ereigneten sich im Jahr 2023 um 87 Prozent mehr Unfälle als noch im Jahr zuvor. Ursache: Unwetter und Sorglosigkeit.
Die Wasserrettung hatte im vergangenen Jahr am Bodensee außergewöhnlich viel zu tun: Auf der 536 km² großen Seefläche ereigneten sich insgesamt 249 Unfälle, das sind satte 87 Prozent mehr als im Vorjahr. Berücksichtigt sind dabei Schiffs-, Bade- und Tauchunfälle. Auf Vorarlberg entfallen davon 30 Unfälle (+16).
Elf Menschen haben ihr Leben am See verloren, sieben davon beim Baden, einer beim Tauchen. In Vorarlberg war ein Menschenleben zu beklagen, die anderen zehn Personen starben auf deutschem Bundesgebiet. Extrem angestiegen sind die Vorfälle mit Schiffen (148), das führt die Wasserpolizei auf die zunehmende Zahl an Unwettern zurück.
Mangelnde Sorgfalt
Am gefährlichsten ist es dabei in Häfen und Steganlagen, dort kommt es zu 34 Prozent der Unfälle, gefolgt von der Uferzone (29 Prozent). Am häufigsten kommt es zu Kollisionen, gefolgt von Festfahren, Kentern und Sinken aufgrund von Lecks. Beteiligt waren 90 Motor-, 72 Segel-, und 19 Ruderboote, einige gewerbliche Schiffe und gerade mal zwei Surfer. Als Unfallursache Nummer 1 wurde mangelnde Sorgfalt der Schiffsführer ausgemacht – daran scheint sich nie etwas zu ändern.
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