Liebe Leserin, lieber Leser, Vorarlbergs Altlandeshauptmann Herbert Sausgruber ist nicht gerade für Zwischenrufe aus dem politischen Ruhestand bekannt, Interviews gibt er nur in Ausnahmefällen. Umso erfreulicher ist es, dass er sich mit dem Schriftsteller Robert Schneider zu einem Gespräch getroffen hat. Das Ergebnis ist ein vierseitiges Interview in unserer heutigen Sonntagausgabe. Dabei nimmt sich Sausgruber der ganz großen Fragen an - Was ist gute Politik? Was ist Hausverstand? Ist Religion in einer Demokratie westlicher Prägung obsolet geworden? - und beantwortet diese auf eine verblüffend konkrete Weise. Ich möchte an dieser Stelle den Inhalt nicht vorwegnehmen, sondern nur einen persönlichen Eindruck vermitteln: Ich war ehrlich begeistert, wie pointiert, scharfsinnig und inhaltlich dicht Sausgruber argumentiert. Da ist jedes einzelne Wort durchdacht und jeder Satz Teil eines großen Ganzen. Meine Begeisterung rührt wohl auch daher, weil diese Form des politischen Diskurses in unserer Zeit zu einer Randerscheinung geworden ist. Heutzutage wird lamentiert, nicht analysiert und Zwietracht gesät, statt nach dem Gemeinsamen zu suchen. Der Populist schreit den Denker nieder - und am Ende hat der Dummkopf das letzte Wort. Das ist schade und das ist gefährlich. Umso wichtiger, dass Menschen wie Herbert Sausgruber zumindest ab und an ihre Stimme erheben. Machen Sie’s gut und bleiben Sie gesund! Herzlichst, Emanuel Walser
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