Jetzt ist es fix: Die Betreiberfirma der IQ-Tankkarte – sie gehört zur Unternehmensgruppe des Linzer Tankstellenbetreibers Stiglechner – ist mit rund zwölf Millionen Euro Schulden pleite. Die Tankkarte ist fast überall gesperrt. Zuvor waren bereits drei weitere Betriebe aus dem Firmennetzwerk in die Insolvenz gerutscht.
Die Linzer Stiglechner-Gruppe betreibt bundesweit 71 Tankstellen. Zur Unternehmensgruppe gehört auch die IQ-Tankkarte – mit ihr konnte vor den finanziellen Schwierigkeiten der Gruppe noch an österreichweit 5700 Tankstellen bezahlt werden. Laut eigenen Angaben nutzten zuletzt rund 65.000 Kunden die Karte.
Nun ist die Betreiberfirma der Tankkarte, die IQ Card Vetriebs GmbH, insolvent. Die Firma stellte am Landesgericht Linz selbst den Insolvenzantrag, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde eröffnet. Laut den Gläubigerschutzverbänden KSV1870 und AKV Europa hat das Unternehmen rund zwölf Millionen Euro Schulden. Bis zu 450 Gläubiger sind betroffen – ihnen wird eine 20%ige Quote, zahlbar binnen zwei Jahren, angeboten.
Pleite zeichnete sich ab
Die Insolvenz der Tankkartenfirma hatte sich, wie berichtet, bereits abgezeichnet. Denn schon im Dezember meldeten zwei Stiglechner-Unternehmen Konkurs an, im Jänner folgte die Lieferfirma des Tankstellenbetreibers. Infolge der Pleiten wurde die Tankkarte nach und nach an immer weniger Standorten akzeptiert. Am 13. Februar teilte die IQ-Vertriebsfirma schließlich selbst auf ihrer Webseite mit: „Die IQ-Card wird an allen Standorten deaktiviert und kann nicht mehr verwendet werden. Die überraschend notwendige Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Muttergesellschaft mit 6. Dezember 2025 führte auch zu entsprechend negativen Auswirkungen auf die IQ Card Vertriebs GmbH.“
Die IQ Tankkarte gibt es seit 2007. Die Vertriebsfirma ist eine 100%ige Tochter der Julius Stiglechner GmbH – eine von jenen zwei Firmen der Unternehmensgruppe, die bereits im Dezember in die Pleite rutschten. Das führte bei der Tankkarten-Firma zu Zahlungsausfällen. Zudem brachen die Einnahmen der IQ Card Vertriebs GmbH auch dadurch ein, dass immer mehr Tankstellenketten die Karte sperrten.
Sechs Ausnahmen
Nur an sechs Standorten kann die Tankkarte – sie wird vor allem von Unternehmen genutzt, deren Mitarbeiter bei Dienstfahrten damit bezahlen – weiterhin verwendet werden, darunter die BP-Tankstellen in Haag am Hausruck und in Eberstalzell.
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