Moderne Technologien wie die Gesichtserkennung eröffnen Kriminalisten neue Ermittlungsmethoden. Doch heiligt der Zweck auch die Mittel? Ein Beispiel aus den USA entsetzt Datenschützer - und zeichnet ein dystopisches Bild einer schrecklich-schönen neuen Welt.
Maria Jane Weidhofer war nach Angaben ihrer ehemaligen Mitschüler „eine freigeistige Künstlerin und Bäckerin, die das Leben liebte und hart daran arbeitete, gesund zu bleiben, indem sie jeden Tag in den Hügeln der East Bay joggte“. Doch einer ihrer täglichen Läufe im Tilden Park von Berkeley, Kalifornien, endete auf schreckliche Weise, als sie im November 1990 im Alter von gerade einmal 32 Jahren vergewaltigt und erwürgt wurde und ihre Leiche am Rande ihrer Lieblingsstrecke, dem beliebten Nimitz Way Trail, zurückgelassen wurde.
Mittels DNA zum Gesicht
Ungeachtet der Auslobung eines „Kopfgeldes“ in Höhe von 10.000 Dollar verlief die Suche nach einem Täter jedoch ergebnislos, der Fall wurde als „Cold Case“ zu den Akten gelegt. Bis Ermittler des zuständigen East Bay Regional Park District Police Department fast 30 Jahre nach der Tat auf die Idee kamen, die am Tatort gesammelten DNA-Spuren an Parabon Nanolabs zu schicken - ein Unternehmen, das damit wirbt, anhand der genetischen Daten ein dazu passendes Gesicht erstellen und damit selbst die „schwierigsten Fälle“ schnell lösen zu können.
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