Auf der Gynäkologie und Geburtshilfe der Klinik Innsbruck ist - wie berichtet - seit 1. Jänner 2024 kein stationärer Platz mehr für gesunde Mamas von kranken Babys. Diese Neuerung sorgt für Debatten - unter anderem lässt eine Dipl. Lebens- und Sozialberaterin ihrem Entsetzen freien Lauf: „Das ist für die Babys eine extreme psychische Belastung mit Langzeitfolgen!“
Muss ein Neugeborenes nach der Geburt aus gesundheitlichen Gründen in die Kinderklinik Innsbruck eingeliefert werden, wurden bisher stets auch die gesunden Mütter stationär aufgenommen - und zwar auf der Frauenklinik (Gynäkologie und Geburtshilfe). Doch derzeit muss die Abteilung eine Bettenreduktion durchmachen - sechs Betten wurden gestrichen.
„Es ist sehr schwierig, Patientinnen, die eine Behandlung benötigen, abzuweisen, um gesunde Frauen aufzunehmen“, begründet Christian Marth, Geschäftsführender Direktor der Univ.-Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, diese Entscheidung. Aus diesem Grund werden die betroffenen Mütter nicht mehr stationär aufgenommen. „Aber es gibt einige Alternativen. Zudem können die Mütter ihre Kinder auf der Kinderklinik jederzeit besuchen und auf diese Weise bei ihnen sein“, versichert Marth.
Neue Regelung in der Kritik
Kritik an dieser neuen Regelung gibt es nicht nur von einigen privaten Gynäkologen, sondern auch von Magdalena Kelaridis, Dipl. Lebens- und Sozialberaterin aus Wien, die spezialisiert auf Epigenetik, Prä- und Perinatalpsychologie ist und daher weiß, welche Langzeitfolgen eine solche Trennung haben kann.
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