Feuerwehr-Geräte statt Schlagzeug! Der Musikzug Gnigl muss nach fast 40 Jahren aus seinen Proberäumen ausziehen.
Für mich ist das respektlos und unwürdig.“ Michael Honzak ist außer sich. Dem Schlagzeuger und Obmann des Vereins Musikzug Gnigl flatterte dieser Tage ein Schreiben der Stadt Salzburg ins Haus. „Die Stadt Salzburg Immobilien GmbH widerruft hiermit die Erlaubnis zur Nutzung des Proberaums und ersucht um ordnungsgemäße Räumung bis spätestens 1.3.2024“, heißt es darin. Anders ausgedrückt: Der Musikverein muss bereits in knapp einem Monat aus seinen langjährigen Räumlichkeiten ausziehen.
Der Musikzug nutzt eine ehemalige Lkw-Halle am Areal des Gnigler Feuerwehrhauses bereits seit den 1980er Jahren als Heimstätte. „Die Stadt hat uns das bis auf Widerruf gestattet. Wir haben viel Geld in den Umbau gesteckt“ sagt Honzak. Jetzt habe man ohne vorheriges Gespräch einfach dieses Schreiben erhalten. „So geht man mit einem verdienstvollen Musiker nicht um.
Verein besteht nur mehr aus zwei Personen“
Seitens der Stadt Salzburg Immobilien GmbH betont man, dass man die Räumlichkeiten künftig für die Feuerwehr Gnigl benötige – und damit für „die öffentliche Sicherheit.“ Dies habe man Honzak bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt. Man habe dem Verein „vertragskonform gekündigt“. Und: „Aktuell besteht der Musikzug soweit erkennbar nur noch auch zwei Personen.“
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