18.05.2012 11:35 |

Einreiseverbot in USA

Senatoren wollen Facebook-Gründer Saverin verbannen

Der in Singapur lebende Facebook-Mitgründer Eduardo Saverin plant, seine US-Staatsbürgerschaft aufzugeben - vermutlich vor allem, um beim Facebook-Börsengang die Steuerrechnung zu senken. Das wollen zwei US-Senatoren nicht auf sich sitzen lassen: Sie wollen Saverin für immer aus den USA verbannen.
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Geschätzte 67 Millionen Dollar (52,8 Millionen Euro) Steuern könnte Saverin sparen, gäbe er seine US-Staatsbürgerschaft auf. Er plane ohnehin, bis auf Weiteres in Singapur zu wohnen, ließ er vergangene Woche über einen Sprecher ausrichten (siehe Infobox).

Geht es nach den Senatoren Chuck Schumer und Bob Casey, soll ihn das aber auch das Recht kosten, jemals wieder in die USA einzureisen. Sie wollen ein Gesetz mit dem Namen "Ex-PATRIOT" vorlegen. Darin verlangen sie nicht nur, dass Steuerflüchtlinge wie Saverin nachträglich 30 Prozent Vermögenszuwachssteuer zahlen müssen - sie sollen außerdem mit lebenslänglichem Einreiseverbot in die USA belegt werden.

Harte Bandagen gegen Steuerflüchtlinge
"Es wäre ihm nicht erlaubt, einen Fuß in dieses Land zu setzen", erklärte Schumer gegenüber "Gizmodo". Auch Geld, das Saverin und andere Steuerflüchtlinge noch in den USA besitzen, solle hoch besteuert werden. Saverin sei durch eine US-Firma und den US-Finanzmarkt reich geworden, habe dann aber "ins Auge der amerikanischen Bevölkerung gespuckt". Dieser Möglichkeit, sich durch die Aufgabe der US-Staatsbürgerschaft ohne Nachteile um Steuerzahlungen zu drücken, wollen die Senatoren nun einen Riegel vorschieben.

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