Das Preisradar des Landes soll künftig auch die Kosten für die Erzeugung ausweisen. So gebe es für die Kunden mehr Transparenz, sagt SPÖ-Landwirtschaftssprecher Mario Haas.
Diese Situation kennt jeder, der im Supermarkt einkaufen geht: Die Preise für viele Produkte steigen seit geraumer Zeit massiv, viele stimmen in den Chor ein: „Alles wird teurer.“ Bei den Erzeugern, also den Bauern in Oberösterreich, komme allerdings wenig bis gar nichts an, kritisiert SPÖ-Landwirtschaftssprecher Mario Haas und präsentiert einen Vorschlag. Er kann sich vorstellen, beim offiziellen Preisradar des Landes auch die Erzeugerpreise auszuweisen.
„Auch die Kosten für Betriebsmittel steigen“
„Viele Bauern stehen selbst vor der Situation, dass auch ihre Kosten für Energie und Betriebsmittel laufend steigen“, sagt der SPÖ-Politiker und wünscht sich mehr Verständnis für die Landwirte: Diese können die höheren Kosten für das Betreiben ihrer Höfe nicht einfach weitergeben. Haas zur „Krone“: „Ich bin überzeugt, dass sich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer, die für ihre Mitglieder die Erzeugerpreise laufend erhebt und auch veröffentlicht, eine entsprechende Ergänzung und Darstellung der Erzeugerpreise ohne viel Bürokratie umsetzen lässt.“
Konsumenten sollen wissen, wie viel die Bauern verdienen
Das Land Oberösterreich veröffentlicht online bereits seit 2008 sein Preisradar, mit dem sich die Entwicklung der Kosten der wichtigsten Produktkategorien bei den größten Handelsketten nachverfolgen lassen. Technisch gesehen wäre es laut Haas einfach, eine zusätzliche Spalte bei den angezeigten Kosten einzuführen, um hier Transpranz zu schaffen. „Die Konsumenten sollen wissen, wie viel die Bauern an Lebensmitteln wirklich verdienen“, will Haas Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) für seine Idee begeistern.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.