Zwei Brückensanierungen sorgen in der steirischen Landeshauptstadt für Stau-Gefahr. Große Aufregung um erweiterten Radweg am Lendkai.
Neues Jahr, neue Baustellen. Nach kurzer Verschnaufpause fahren in Graz wieder die Bagger auf. Für Autofahrer bedeutet das vor allem eines: Für das Bremspedal braucht’s viel Taktgefühl, Staugefahr! Der Startschuss ins Baustellenjahr fiel gestern auf der Tegetthoffbrücke. Der in die Jahre gekommene Murübergang muss im Zuge der Innenstadtentlastungsstrecke erst Bim-fit gemacht werden.
„Die Stahlträger der Brücke müssen erneuert werden - wir beginnen beim Südteil mit der Demontage“, erklärt der Baustellenkoordinator Klaus Masetti. Die riesigen Stahlelemente werden in zwei je 32 Meter langen Teilen aus Kärnten angeliefert. „Anders ist es nicht möglich, weil wir mit einem 64 Meter langen Stahlträger nicht um die Kurve kommen würden“, lächelt Masetti. Anschließend werden die Stücke in der Belgiergasse zusammengeschweißt und voraussichtlich Mitte April auf ihren Platz gehoben - danach folgt die Nordseite.
Die Brücke selbst ist deshalb bis Ende November gesperrt - gleiches gilt für die Vorbeckgasse, Belgier- und Griesgasse sind für den Kfz-Verkehr nur teilweise befahrbar.
Radweg wir verbreitert
Für Aufregung sorgt die Tatsache, dass im Zuge der Bauarbeiten am Lendkai eine Fahrspur einer (temporären) Verbreiterung des Radweges geopfert wird. Masetti kalmiert: „Es geht da ja nur um ein kurzes Stück. Aus unserer Sicht war es so die beste Lösung.“
Peter-Tunner-Gasse zweieinhalb Jahre gesperrt
Eine andere Brücke beschäftigt ab kommendem Montag die Anrainer und Pendler in Lend: Ab 15. Jänner erneuern die ÖBB nämlich die Unterführung Peter-Tunner-Gasse. Diese wichtige Ost-West-Verbindung ist deshalb bis Mitte 2026 gesperrt. Als Ausweichrouten dienen die Iberer- und Eggenberger Straße - Staus sind vorprogrammiert. „Die Kfz-Sperre ist aufgrund des laufenden Bahnverkehrs auf der Südbahn und der Sicherheit auf der Baustelle leider alternativlos. So auch der Zeitraum“, stellt ÖBB-Sprecher Herbert Hofer klar.
Auch weil die Stadt gleichzeitig im Kreuzungsbereich mit dem Bahnhofgürtel die Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer verbessert. „Wir nutzen die Chance für eine verbesserte Verbindungsachse in die Stadt“, sagt Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne). Insgesamt kostet die Stadt dieses Bauvorhaben rund 10,7 Millionen Euro - 2,8 Millionen davon entfallen auf die Unterführung, die gesamt 15 Millionen Euro kostet.
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