Wenn die Atemschutzausrüstung selbst weitere Schutzbekleidung benötigt, dann ist es richtig heiß. Die schwierigsten Atemschutzübungen, die es im Lande gibt, sind hoch begehrt. Deshalb wichen einige Florianis aus Niederösterreich nun zu den deutschen Nachbarn aus.
Riesiges Interesse und einen großen Andrang gibt es bei den äußerst realistischen feststoffbefeuerten „Heißausbildungen“ der Stufe 5 in Niederösterreich. Im Brandcontainer werden die Atemschutzträger Temperaturen von mehreren hundert Grad ausgesetzt – und damit richtig gefordert. So sehr, dass die Schutzausrüstung selbst nochmals Schutzkleidung bekommt, um für den Echteinsatz weiterhin unbeschadet zu bleiben. Von Atemschutzgeräteträgern ist mit der schweren Ausrüstung und den feurigen Temperaturen natürlich eine hohe körperliche Fitness gefordert. Und das im Einsatz genauso, wie bei den Übungen, die möglichst echten Bedingungen nachempfunden werden.
Die Kameraden mussten im Brandcontainer Temperaturen von mehreren hundert Grad standhalten. Da muss man fit sein!
Christian Bartl, Kommandant der FF Waidhofen an der Thaya
Heißbegehrte Ausbildung in Niederösterreich
Die Stufe 5-Ausbildungen werden hierzulande vom Verein „ready4fire“ in der Region Amstetten abgehalten. Da es aber einen großen Griss um die heißbegehrte Ausbildung gibt, dürfen nur drei Kameraden pro Jahr und Feuerwehr diese absolvieren. Kameraden der Feuerwehr Ollern im Bezirk Tulln fuhren deshalb schon öfters nach Deutschland, um eine derart feurige Übung meistern zu können. Denn zwischen Enns und Leitha wird sonst nur mehr der ebenfalls beliebte gasbefeuerte Brandcontainer der Stufe 4 geboten.
Drei Feuerwehren in Deutschland
„Mit den Kameraden aus Ollern und Wilfersdorf durften auch drei Mitglieder von uns in Breithülen teilnehmen“, dankt Christian Bartl, Chef der Feuerwehr Waidhofen an der Thaya für die Möglichkeit, im Dezember zwei Tage dabei zu sein. Denn gerade im Atemschutzeinsatz ist gute Ausbildung und körperliche Fitness oft lebensrettend.
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