Am Montag marschierten Ärzte und Pflegepersonal im Zuge eines Protestmarsches durch die Wiener Innenstadt. Sie forderten Reformen und Gehaltsanpassungen.
Mehrere hundert Ärzte und Beschäftigte der Spitäler in der Bundeshauptstadt setzten sich kurz vor 15 Uhr im Rahmen eines von der Wiener Ärztekammer organisierten Protestmarsches mit selbst gestalteten Schildern am Neuen Markt in Bewegung.
Die Route führte zunächst an der Albertina vorbei bis zum Ring, von dort marschierte der Zug den Ring entlang vorbei am Wiener Rathaus bis zur Schottengasse und schließlich via Freyung und Graben zum Stock im Eisen Platz, wo für 16 Uhr die Abschlusskundgebung angesetzt war.
„Mehr Wertschätzung“
Die Mediziner forderten dabei „mehr Wertschätzung“, „mehr Zeit für Ausbildung“ oder warnten vor der „Schließung von Abteilungen“ sowie der aus ihrer Sicht überschießenden Bürokratie („Bis der Computer hochgefahren ist, ist der Patient tot“). Oftmals war dabei der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) Adressat: „Wir wissen, wo es ha(c)kt“, „Unser Xundheitsystem hat einen Ha(c)ken“.
30 Prozent mehr Gehalt gefordert
Dass mittlerweile Gehaltsabschlüsse erzielt worden sind bzw. die Stadt höhere Zulagen in den Gemeindespitälern angekündigt hat, lässt die Ärztekammer unbeeindruckt. Gehen ihr die Maßnahmen doch zu wenig weit. Gefordert werden neben 30 Prozent mehr Gehalt Strukturreformen, wie 30 Prozent mehr Personal, 30 Prozent mehr Zeit für Patientinnen und Patienten sowie 30 Prozent weniger Bürokratie.
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