„Krone“-Kommentar

Menschenbrückenbauer kann jeder werden

Kolumnen
03.12.2023 06:00

Sie jammern nicht über die Einsamkeit in unserer Gesellschaft, sie handeln. Arbeiten freiwillig in einem Fahrtenservice, der Ältere zu Arzt und Einkauf bringt, sind Teil eines Besucherdienstes, betreiben ein Begegnungszentrum, veranstalten Tanzabende, führen ein lokales Sorgenetz, kümmern sich um andere beim gemeinsamen Spaziergang - sie alle bringen Menschen zueinander, schaffen die Kraft des Miteinanders.

Am Donnerstag hat die „Plattform gegen Einsamkeit“, die ich gerne unterstütze, Engagierte aus ganz Österreich vor den Vorhang geholt, Menschen, die unfreiwilliges Alleinsein lindern. Wunderbare Projekte, die viel Nachahmung verdienen (www.plattform-gegen-einsamkeit.at).

Es braucht auch Orte, an denen wir uns treffen. Es kann nicht sein, dass in immer mehr Gemeinden kein Treffpunkt mehr existiert. Erste Gemeinden steuern dem nun entgegen, übernehmen das leer stehende Wirtshaus und betreiben es mit engagierten Bürgern selbst. Andere schaffen Begegnungszonen, wo früher Autos rollten.

Beim Symposium hatten Expertinnen die Idee, alle Gesetze und alle großen Maßnahmen auf ihre Auswirkungen auf Zusammenhalt und Einsamkeit zu überprüfen. Vor allem aber braucht es viele Menschen, die uns wieder zusammenführen. Menschenbrückenbauer kann jeder werden. Durch einen freundlichen Gruß, einen Besuch, eine Nachfrage. Ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung, eine Bereicherung für beide Seiten. Für uns alle.

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