Die Proteste für rund um ein Einkaufszentrums-Projekt – landläufig als „Excalibur neu“ bezeichnet – reißen nicht ab. Nun bringen Bürger auch das marode Wasserleitungssystem ins Spiel, das für einen Komplex dieser Größe zu gering dimensioniert sei, wie ein Brand gezeigt habe. Und das sind nicht die einzigen Argumente der Projektgegner ...
Sogar die Nordwest-Bahn musste nahe dem kleinen Ort Peigarten im Bezirk Hollabrunn gesperrt werden, als die Feuerwehr ein brennendes Haus nur mithilfe von Wasserversorgung mittels Feuerwehr-Tankfahrzeugen löschen konnte, heißt es in einer Nachricht an die „Krone“. Bürgermeister Erwin Kasper kann sich an den Vorfall im Sommer gut erinnern: „Das war ein Riesenbrand“, spielt er auf die „Anwesenheit von etwa 14 Feuerwehren“ an.
Bürgerproteste halten an: Das Projekt sei zu groß dimensioniert
Anders deutet das massive Floriani-Aufkommen jene Person, die der „Krone“ den Auszug aus dem Feuerwehrbericht zugespielt hat: „Es mussten aus der ganzen Umgebung Wassertanks angefordert werden, weil das Leitungsnetz des Ortes quasi zusammengebrochen war“, beschreibt man seitens mehrerer Bürger-Zusendungen eine andere Sichtweise der (geplanten) Dinge.
Hintergrund des „Hick-Hacks“ ist, wir berichteten, der geplante Bau eines Einkaufszentrums: „Das Projekt ist völlig überdimensioniert für die Region“, meinen Bewohner des 999-Seelen-Ort und sendeten zum Feuerwehr-Bericht (siehe Faksimile unten) auch eine lange Liste weiterer Argumente: Denn nicht zuletzt hat die Gemeinde in einem „Krone“-Bericht angekündigt, unter anderem auch die Wasserversorgung des Einkaufscenters mit Tankstelle, Shops und auch Wohnungen zu finanzieren.
Wasserleitung ist Schwachpunkt – „könnte aber leicht behoben werden“
Dass beim Wasser nicht alles zum Besten stünde, bestätigt aber auch Kasper. Er weist aber auf die bevorstehende Sanierung hin – und auch auf eine starke EVN-Wasserleitung, die an dem potenziellen Baugrund vorbeiführen soll. „Hier ist genügend Druck da, um das Netz zu erneuern – noch bevor der Einkaufstempel in Betrieb gehen würde“, so der Chef der Großgemeinde, der zusätzlich auch darauf verweist, dass nicht einmal „alle vorbereitenden Maßnahmen und notwendigen Untersuchungen“ abgeschlossen seien. „Unter anderem ein Zivilingenieurbüro wird das Projekt natürlich genau unter die Lupe nehmen.“ Außerdem sei das Gemeindeoberhaupt dafür, vorher auch eine Bürgerbefragung durchzuführen.

Kritik auch zu geplanten Wohnungen
Ein weiterer Punkt betrifft die Wohnungen, die in den Plänen des Komplexes errichtet werden sollen: „Es gibt eine Gemeindesiedlung, der Zustand der Häuser ist nicht gerade bestens. Wenn der Betreiber Wohnungen in dem ,Excalibur neu´ errichtet, werden diese nicht leistbar sein“, kritisieren Bürger in ihrem Schreiben weiters. Zudem sei der Standort (Kreisverkehr an der Nord-Süd-Kreuzung zwischen Znaim und Wien sowie der Querverbindung Pulkautalstraße, Anm. d. Red.) nicht gerade ein idealer Ort ...
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