Polizisten beschossen
Deutschland: Silvester wurde zum Ausnahmezustand
Die deutsche Polizei war am Silvesterabend schwer gefordert – vor allem in München, Berlin und Leipzig kam es zu brenzligen Szenen. Dort wurden gezielt Polizeiautos mit Raketen beschossen. In Leipzig gab es Straßenblockaden, eine 16-Jährige wurde durch einen Böller schwer an der Hand verletzt. In Bielefeld gab es zwei tödliche Unfälle mit selbstgebauter Pyrotechnik. Allein in Berlin wurde 400 Personen „die Freiheit entzogen“.
„In mehreren Städten! Chaoten beschießen Polizisten mit Raketen“, berichtete die „Bild“-Zeitung von zahlreichen Zwischenfällen und Übergriffen auf Beamte in der Silvesternacht.
Aus einer rund 30-köpfigen Gruppe seien nahe des Münchner Hauptbahnhofs gezielt Raketen auf Polizeifahrzeuge abgefeuert worden. Beamte hätten Personen gestellt und Platzverweise ausgesprochen.
Die Berliner Polizei am frühen Neujahrsmorgen:
Sanitäter beschossen
Am Berliner Alexanderplatz gab es ähnliche Szenen, hier wurden mehrere Personen festgenommen. In Neukölln wurden Sanitäter beschossen. In Spandau explodierte eine Kugelbombe, es gab wohl mehrere Verletzte. Allein in Berlin gab es bis 1 Uhr mehr als 300 Festnahmen, bestätigte die Polizei. Schon lange vor Mitternacht gab es zudem fünf Schwerverletzte.
Auch in Hamburg soll es Böllerwürfe auf Passanten und Polizei gegeben haben, hier wurde mindestens eine Polizistin verletzt.
Von chaotischen Zuständen wurde auch aus Leipzig berichtet. Am Connewitzer Kreuz wurden Straßen verbarrikadiert und die Barrikaden dann auch in Brand gesetzt, wie Fotos belegen. Die Polizei habe sich hier zurückgezogen, um kein Ziel zu bieten, hieß es in der Nacht.
Zwei junge Männer tot
Zwei 18-Jährige sind überdies in Bielefeld bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben gekommen. Die jungen Männer erlitten tödliche Gesichtsverletzungen. Die Unfälle passierten laut Polizei unabhängig voneinander – es gab wohl kein Fremdverschulden.
Ein Vorfall ereignete sich im Stadtteil Baumheide. Dort starb der Mann den Angaben zufolge noch am Unfallort. Der Verletzte im Stadtteil Brake erlag seinen Verletzungen nach Reanimationsversuchen im Krankenhaus.










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