Während die verantwortlichen Politiker die neuen Linien feiern, ärgern sich Eltern. Viele Busse fahren nur Minuten vor Schulschluss; die Schüler müssen warten.
Eigentlich sollte es für alle einfacher werden. Schneller. Angepasst an den ländlichen Raum. Nur hat der neue Fahrplan der Kärntner Linien rund um die Koralmbahnstrecke einige Haken.
Viele Bushaltestellen werden, so der Ärger zahlreicher Schulkinder-Eltern und Pendler, einfach gar nicht mehr angefahren oder eben nur zu bestimmten Uhrzeiten. Andere Verbindungen von großen Bildungseinrichtungen haben sich verschlechtert. „An wen bei diesen Plänen gedacht wurde, ist mir ein Rätsel. Jedenfalls nicht an Schüler – und die sind ja wohl die besten Nutzer der Busse“, wettert eine Mama aus Bleiburg.
„Krone“-Check für Völkermarkt und Wolfsberg
Und, ein flotter „Krone“-Check im Routenplaner beweist. Optimal ist ab Dezember vieles nicht...
Beispiel Nummer 1: Wer vom Stiftsgymnasium in St. Paul nach der 6. Stunde in Richtung Kühnsdorf oder St. Kanzian will, muss Geduld haben. Abfahrt des Zuges ist um 13.13 Uhr; Schulende aber erst um 13.20 Uhr. Schüler dürfen ab Dezember also eine Stunde auf den nächsten Zug warten. Dieser Bus sollte dann aber auch sehr pünktlich sein, wenn man weiterfahren will. Nach St. Kanzian geht’s nur 3 Minuten später.
Beispiel Nummer 2: Öffi-Fahrer aus Stein im Jauntal haben jetzt zwar eine Bushaltestelle mehr, von dort aus können sie aber nur nach Kühnsdorf fahren, um dann wieder in einen Zug nach Klagenfurt zu steigen. „Sehr sinnvoll, wenn man von Stein nicht nach Grafenstein kommt, was viel näher wäre“, ärgert sich eine Pendlerin, die nun wieder auf ihr Auto umsteigen muss.
Beispiel Nummer 3: Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Goldbrunnhof, die nach Völkermarkt wollen, wurden offenbar ganz vergessen. Direktverbindungen zum Busbahnhof gibt es erst knapp 90 Minuten nach Schulschluss.
Land nimmt Beschwerden ernst
Beim Land will man nun immerhin versuchen, bei den Startschwierigkeiten nachzubessern. „Wir haben in den letzten Tagen einige Rückmeldungen bekommen, dass der neue Fahrplan Schwierigkeiten mit sich bringt. Ich darf darum bitten, mir alle Anliegen in einem kurzen Mail zusammenzufassen, damit wir uns gemeinsam mit Postbus alle Fälle anschauen können“, antwortet Landesrat Sebastian Schuschnig den Kritikern.
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