Gerald Spicker serviert seit Ende der 1960er Jahre auf Weihnachtsmärkten und Volksfesten leckere Bratwürstel. Bereits sein Großvater und Vater haben das gemacht, nun übergab der 76-Jährige den beliebten Stand auf der Welser Weihnachtswelt seiner Nichte. Er bleibt Gesellschafter der Weihnachtswelt.
Die Welser Weihnachtswelt verliert ein „Urgestein“. Gerald Spicker hört nach insgesamt 55 Jahren mit der Bratwürstel-Grillerei auf. Den beliebten Stand am Stadtplatz führt nun seine Nichte Bianca Stieger weiter. Unterstützt wird sie dabei von Ehemann Christian.
„Leicht ist mir der Abschied nicht gefallen“, blickt der 76-jährige Spicker auf mehr als ein halbes Jahrhundert Weihnachtsmarkt- und Volksfestrummel zurück: „Auf der Weihnachtswelt habe ich am liebsten gearbeitet. Das Publikum ist viel geselliger, auf einem Volksfest gibt es leider manchmal auch Gäste, die einen über den Durst trinken und sich danebenbenehmen“, meint der zweifache Großvater, der der Weihnachtswelt als Gesellschafter erhalten bleibt. „Seine Erfahrung ist enorm wichtig für uns. Er hat so viel erlebt, war vor Ort immer der Ansprechpartner für die Marktbeschicker“, so Weihnachtswelt-Boss Peter Jungreithmair.
Viele Erinnerungen
Über das Erlebte könnte Spicker locker ein Buch schreiben. Die freie Zeit will der Junggebliebene aber lieber am Golfplatz verbringen. Im Gespräch mit der „Krone“ verriet er aber ein paar Anekdoten: „In Erinnerung wird mir der eiskalte Winter vor vielen Jahren bleiben. Bei minus 25 Grad hat es uns die Getränkeflaschen zerrissen. Ein Franzose hat einmal auf einem Stand von mir während des ganzen Weihnachtsmarkts mit kurzer Hose gearbeitet.“
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