Das Makartviertel zwischen Bulgariplatz und Unionkreuzung hat sich in den letzten Jahrzehnten bekanntlich extrem verändert. Aber nicht nur zum Guten, denn das Areal zwischen Herz-Jesu-Kirche und Otto-Glöckel-Schule hat sich - vor allem bei den unterirdischen Straßenbahnhaltestellen - zu einem florierenden Drogenumschlagplatz entwickelt.
Rückblick: Vor fünf Jahren hatte der Rauschgifthandel in Linz an den Hotspots Hinsenkampplatz, Hessenpark und Krempl-Hochhaus schon einmal seinen Höhepunkt erreicht - damals wurden über einen Zeitraum von nur 18 Monaten nicht weniger als 263 Dealer verhaftet. Am 1. Juni 2018 wurden die drei Areale deshalb zu Schutzzonen ernannt, was den Handlungsspielraum deutlich verbessern sollte. Denn bis dahin mussten Polizisten Dealer auf frischer Tat ertappen, um gegen sie vorgehen zu können. In Schutzzonen reicht schon der Verdacht einer kriminellen Handlung, um Verdächtige zu verjagen.
Schutzzone und Videoüberwachung
Wenn es nach FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml geht, sollte die Landespolizeidirektion künftig auch um die Otto-Glöckel-Schule eine derartige Schutzzone verordnen. „Dazu bräuchte es auch endlich eine Videoüberwachung an neuralgischen Haltestellen – wie bei der Herz-Jesu-Kirche, aber etwa auch bei Turm- und Kremplstraße. In der Altstadt oder der Hinsenkamp-Unterführung hatten wir damit in der Vergangenheit bekanntlich Erfolg, da gab es relativ schnell kein Herumlungern mehr.“ Der Polizei soll die aktuelle Situation bewusst sein, zuletzt wurde auch bereits mehr Präsenz gezeigt.
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