Planer am Zug

„Areal wäre ideal für Primärversorgungszentrum“

Oberösterreich
13.10.2023 14:00

Aktuell fehlen in der oberösterreichischen Landeshauptstadt elf Kassenärzte, vor allem bei Allgemeinmedizinern und Kinderärzten ist die Situation angespannt. Um dem weiter vorherrschenden Ärztemangel entgegenwirken zu können, hofft der Linzer Gesundheitsstadtrat jetzt auf die Stadtplaner.

Erst kürzlich verkündete der Linzer Planungsdirektor Hans-Martin Neumann im Bezug auf das Areal rund um das PRO-Kaufland: „Mit der Neugestaltung ergibt sich die Gelegenheit, dieses wichtige Areal, das über Jahrzehnte rein für den Handel genutzt wurde, völlig neu zu denken. Dies bedeutet, dass das Areal nicht nur als Ort zum Einkaufen erhalten bleibt, sondern auch in einen lebendigen Raum umgewandelt wird, der die Bedürfnisse der künftigen Bewohner in den Mittelpunkt stellt.“ Und genau hier tritt Gesundheitsstadtrat Michael Raml auf den Plan.

Linz hat elf unbesetzte Kassenstellen
„Eines dieser Bedürfnisse ist eine ordentliche medizinische Versorgung. Aktuell gibt es kaum noch praktische Ärzte, die neue Patienten aufnehmen. Viele Kranke rufen verzweifelt bei mir an, und ich weiß auch schon nicht mehr, wohin ich sie empfehlen kann.“ Nicht nur deshalb – derzeit gibt es im Linzer Stadtgebiet elf unbesetzte Kassenarztstellen – will der Freiheitliche initiieren, dass bei der Neuplanung des Areals unbedingt an ein Primärversorgungszentrum gedacht wird. „Der Ort wäre ideal, vor allem auch unter dem Gesichtspunkt, dass hier ein neuer Stadtteil entstehen soll“, so Raml, der in Sachen Ärztemangel einmal mehr die ÖGK in der Pflicht sieht. „Die Versicherten zahlen hohe Pflichtbeiträge und haben ein Recht auf eine gute ärztliche Versorgung.“

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