Als Konsequenz des tragischen Vorfalls in Naarn werden jetzt in der oberösterreichischen Landeshauptstadt verstärkte Kontrollen nach dem Hundehaltegesetz durchgeführt. Auch weil sich zuletzt die Beschwerden über freilaufende Hunde im Linzer Stadtgebiet häuften.
Schon bisher war routinemäßig die Leinen- und Maulkorbpflicht im Stadtgebiet überwacht worden, doch nun wird seitens des Ordnungsdienstes bei Schwerpunktaktionen besonders auf Parkanlagen, Kinderspielplätzen und Hundeverbotszonen gesetzt. „Es geht uns keineswegs darum, irgendwelche Strafen zu verhängen, sondern einzig darum, an die Vernunft und das Verständnis aller Hundehalter zu appellieren, damit sich in unserer Stadt auf keinen Fall auch so eine Tragödie ereignen kann“, klärt Sicherheitsstadtrat Michael Raml auf.
Bei den Kontrollen liegt unser Fokus besonders auf Bereichen, in denen Kinder spielen oder sich aufhalten. Unser Hauptziel ist es, bei den Hundehaltern ein Bewusstsein für geltende Regelungen zu schaffen.
Mario Gubesch, Geschäftsführer des Linzer Ordnungsdienstes
Heuer kam es bisher zu 322 Amtshandlungen
Aktuell sind rund 6900 Hunde in Linz gemeldet. Neben rund 1800 Mischlingen sind die beliebtesten fünf Rassen: Chihuahua (rund 500), Malteser (rund 290) Labrador (rund 270), Yorkshire Terrier (rund 210) und Französische Bulldoge (rund 200). Von den sogenannten Listenhunden tummeln sich in Linz immerhin 103 American Staffordshire, 17 Dobermänner und 11 Pitbulls. Ordnungsdienst-Geschäftsführer Mario Gubesch berichtet: „Allein in diesem Jahr haben unsere Mitarbeiter bereits 322 Amtshandlungen gemäß dem Hundehaltegesetz vorgenommen. Es gibt immer wieder Personen, die sich nicht an die geltenden Regelungen halten.“
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