Vorbestrafter Mostviertler (NÖ) steht derzeit wegen versuchter schwerer Körperverletzung in St. Pölten vor Gericht. Der Prozess wurde auf November vertagt.
Er wollte ihm eine Lektion erteilen. Dass er damit seine Bewährungsstrafe samt Probezeit aufs Spiel setzt, war dem 20-Jährigen anscheinend egal. Denn der junge Mann, der 2021 bereits wegen Kinderpornografie zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt wurde, ließ am 21. Juni in St. Pölten lieber seine Fäuste sprechen.
Nach einem frühsommerlichen Grillabend mit Freunden traf eine Gruppe von Freunden samt weiblicher Begleitung am Bahnhof ganz zufällig auf den Angeklagten. Einer unbedachten Bemerkung folgte plötzlich eine handfeste Auseinandersetzung. Dass der 20-Jährige im Vorfeld mehrfach versucht hatte, bei einer der Mädels zu landen, verschärfte dabei scheinbar das Aggressionspotenzial.
„Hab mir nichts dabei gedacht“
„Er hat immer groß geredet, da wollte ich mir nur Respekt verschaffen“, so der Mostviertler, der sich nun wegen versuchter schwerer Körperverletzung am Landesgericht in St. Pölten verantworten muss. Der 20-Jährige bekannte sich teilweise schuldig.
Mann teilweise geständig
Denn im Zuge der Attacke auf seinen Kontrahenten folgten auf „fünf bis sechs Watschen ins Gesicht“ auch ein Faustschlag gegen das Kiefer. Die Folge: eine Nasenbeinprellung. Einen Fußtritt bestreitet der Angeklagte jedoch. Da das Opfer kurzfristig erkrankte, musste der Prozess auf November vertagt werden.
Skurriles Detail: Die Verhandlung musste mehrfach unterbrochen werden, da einer der Zeugen selbst zeitgleich einen Stock höher als Angeklagter vor Gericht stand.
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