"Die beiden Krallenaffen, die derzeit im alten Südamerikahaus zu sehen sind, sind die ersten neuen Bewohner für das historische Affenhaus, das nach der Generalsanierung Ende April wiedereröffnet wird", erzählte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Männchen stammt aus dem polnischen Zoo Plock, das Weibchen aus dem Odense-Zoo in Dänemark.
Schwanz hilft bei der Balance
Der Bart dieser Affen zeigt eigentlich nach unten und nicht wie der des Kaisers nach oben. Da man die erst 1907 entdeckten Äffchen allerdings nur von erlegten Exemplaren kannte, zwirbelten die Museumspräparatoren den Bart der kaiserlichen Mode entsprechend fälschlicherweise nach oben. Der Irrtum wurde Jahre später entdeckt, der Name blieb.
Die Heimat der Kaiserschnurrbart-Tamarine ist der tropische Regenwald Südamerikas. Bei ihren Sprüngen durch die Bäume hilft ihnen ihr langer Schwanz bei der Balance. Zu ihren natürlichen Feinden zählen Großkatzen, Greifvögel und Schlangen. Die Hauptbedrohung geht jedoch von der Vernichtung ihres Lebensraumes aus. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.