Exakt 2311 Ampelanlagen gibt es laut dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in den Landeshauptstädten, davon 120 in Innsbruck, wie die „Krone“ berichtete. Nachdem erst kürzlich längere Grünphasen für Fußgänger gefordert wurden, legt der VCÖ jetzt noch einen drauf.
„An Hitzetagen liegen viele Gehsteige in der prallen Sonne, ebenso die Warteflächen bei Fußgängerampeln. Hitze ist eine große Gesundheitsbelastung, insbesondere für chronisch Kranke und ältere Menschen“, betonen die Verantwortlichen. Und weiter: „Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit es auf den Gehsteigen und bei Fußgängerampeln mehr Schatten gibt.“
Expertin Lina Mosshammer rechnet vor, dass sich bei der derzeitigen Hitzewelle in Tirol „der Asphalt in der Sonne auf 60 Grad und mehr erhitzen kann“.
Ohne Beschattung werden Ampelanlagen und Gehsteige regelrecht zu einer Hitzehölle und der Fußweg zur Qual.
Lina Mosshammer
Vor allem Senioren betroffen
Gehsteige und Ampeln ohne Beschattung würden „regelrecht zu einer Hitzehölle und der Fußweg zur Qual“. Besonders betroffen seien die Senioren: „Sie legen rund 26 Prozent ihrer Alltagswege zu Fuß zurück, während die 15- bis 64-Jährigen nur auf 15 Prozent kommen.“
Die Forderung wird wohl der Wettergott schneller erfüllen als die Politik: Denn ab Samstag kühlt es ab.
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