Polizist half löschen

Diese Hitze! Strohpresse brannte auf Getreidefeld

Oberösterreich
08.07.2023 17:16

Sogar im Oberen Mühlviertel merkt man schon, dass eine Hitzewelle im Anrollen ist: Aufgrund der sommerlichen Temperaturen geriet auf einem abgeernteten Getreidefeld in Ulrichsberg eine Ballenpresse in Brand. Ein Polizist half in seiner Freizeit beim Löschen - Bravo! Und auch im Innviertel gab es hitzebedingt mehrere Flurbrände.

Auf einem frisch abgedroschenen Getreidefeld im Gemeindegebiet von Ulrichsberg entstand am Samstag kurz nach Mittag ein Brand. Beim Pressen des Strohs mit einem Traktor und der gezogenen Quaderballenpresse kam es bei sommerlichen Temperaturen plötzlich an der Ballenpresse zu einem Schwelbrand und einer starken Qualm-Entwicklung. Noch bevor die glosenden Glutnester im zusammengepressten Stroh der Ballenpresse in offene Flammen übergehen und sich auf dem Stoppelfeld ausbreiten konnten, bzw. bevor die Ballenpresse in Brand geriet, gelang es dem 31-jährigen Lenker den Traktor von der Ballenpresse abzukuppeln und in sicherer Entfernung abzustellen.

Polizeibeamter half in seiner Freizeit beim Löschen
Gemeinsam mit einem aufmerksamen Polizeibeamten, der in seiner Freizeit von seinem Wohnhaus im Nachbarort die Rauchentwicklung bemerkte und sich sofort mit zwei Schaumlöschern zum besagten Getreidefeld begab, gelang es, die stark glosenden und an mehreren Stellen bereits auf das Stoppelfeld übergegriffenen Glutnester mit insgesamt sieben Handfeuerlöschern noch vor dem Eintreffen der alarmierten Feuerwehr zu löschen. Die zwei regionalen Feuerwehren, die mit etwa 25 Personen zum Einsatzort ausrückten, führten noch Nachlöscharbeiten durch.

Auch im Innviertel gings am Feld heiß her
Durch einen technischen Defekt begann auch in Schwand im Innkreis gegen 14 Uhr eine Heuballenpresse zu brennen. Da das Feuer erst bemerkt wurde, als drei Heuballen auf dem Feld abgelagert wurden, konnte sich das Feuer durch den Wind sehr schnell ausbreiten. Durch die Beteiligung umliegender Landwirte, die mit Tanks versuchten den Brand zu löschen, und diverser Feuerwehren konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Vater und Sohn im Stress
Ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Schärding presste am Samstagvormittag mit einer Zugmaschine und einer Großpackenpresse Stroh auf einem abgeernteten Getreidefeld in Esternberg. In der Zugmaschine befand sich ein 20-jähriger Mitfahrer, der bereits nach wenigen Minuten Arbeitszeit rauchende Glutnester bemerkte. Die Arbeiten wurden sofort eingestellt und es wurde versucht, die Glutnester mit den mitgeführten Feuerlöschern zu löschen. Der Flurbrand breitete sich rasch aus, weshalb die Feuerwehr alarmiert wurde, zudem wurde mit Traktoren und Güllefässern Wasser zum großflächigen Ablöschen herbeigebracht. Es brannte ca. ein Hektar Stoppelfeld nieder. Der Lenker wurde von der Rettung wegen Atemwegsproblemen mit Sauerstoff versorgt, blieb aber am Vorfallsort. Als Brandursache wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Funkenflug durch Reibung von Steinen am Schneidwerk vermutet.

Ein Ballen begann direkt in der Ballenpresse zu brennen
Auf einem weiteren Feld fuhr anschließend der 57-jährige Vater des 22-Jährigen mit der Zugmaschine und Presse. Nachdem bereits mehrere Quaderballen gepresst waren, wurde gegen 12.45 Uhr Rauchentwicklung bei den am Feld liegenden Ballen bemerkt. Die Arbeiten wurden sofort eingestellt, aber ein Ballen begann direkt in der Ballenpresse zu brennen. Der Flurbrand breitete sich wieder rasch aus, weshalb die Feuerwehr erneut alarmiert und mit Traktoren und Güllefässern Wasser zum großflächigen Ablöschen herbeigebracht wurde. Auch hier brannte etwa ein Hektar Stoppelfeld nieder. Als Brandursache wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Funkenflug durch Reibung von Steinen am Schneidwerk bzw. Überhitzung eines der Lager der Presse vermutet.

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