Bild schockiert USA

Polizei attackiert "Occupy"-Oma mit Pfefferspray

Ausland
17.11.2011 16:07
Diese Oma ist hart im Nehmen: Dorli Rainey, eine 84-jährige ehemalige Lehrerin, hat während eines Protestmarsches der Occupy-Wall-Street-Bewegung in Seattle Pfefferspray mitten ins Gesicht gesprüht bekommen. Sie hatte sich gemeinsam mit anderen Aktivisten geweigert, eine Straßenblockade in der Innenstadt zu räumen. Sie selbst nimmt es mit Humor: "Es ist ein grauenhaftes Bild. In Wirklichkeit sehe ich nicht so schlecht aus."

Das Bild sorgt für weltweites Entsetzen: Gestützt von zwei anderen "Occupy"-Aktivisten ist Rainey mit Pfefferspray-getränktem Gesicht zu sehen. Herbeigeeilte Helfer trugen sofort eine Flüssigkeit auf, um Schlimmeres zu verhindern. Auch eine schwangere Frau und ein Geistlicher seien unter den Pfefferspray-Opfern gewesen, berichtete die Tageszeitung "Seattle Times".

Rainey: "Ich bin wohl ziemlich tough"
Zu dem brutalen Übergriff war es gekommen, als Demonstranten, unter ihnen auch Rainey, in der Innenstadt einige Straßen blockierten. Die Polizei forderte die Gruppe auf, sich aufzulösen. Weil diese sich aber weigerten, trieben die Beamten die Menschen mit Fahrrädern auf einem engen Platz zusammen und versprühten dann Pfefferspray (Bilder).

Aber die 84-Jährige gibt sich unbeeindruckt, sie will laut eigener Aussage weiter bei der lokalen "Occupy"-Bewegung mitmachen. "Ich bin wohl ziemlich tough, denke ich", sagte Rainey in einem TV-Interview nach dem Vorfall. Sie fühle sich großartig, es sei unglaublich, was so eine Pfefferspray-Attacke bewirken könne, so die langjährige Aktivistin.

Denn auch wenn sich der Bürgermeister von Seattle, Mike McGinn, mittlerweile öffentlich für die "bedauerliche Pfefferspray-Attacke" entschuldigte, facht der Vorfall den Zorn der "Occupy"-Bewegung gegen die Macht der Finanzkonzerne weiter an. Die Aktivisten werfen den Behörden – nicht nur in Seattle - brutales Vorgehen gegen Demonstranten vor. Ans Aufgeben denken sie aber nicht.

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