16.11.2011 15:38 |

Steiermark zahlt

ÖBB-Verbindung Graz - Salzburg für 2012 gesichert

Im Disput um die Aufrechterhaltung des Ist-Standes an ÖBB-Verbindungen zwischen Graz und Salzburg liegt nun eine Lösung auf dem Tisch: Das Land Steiermark zahlt rund 900.000 Euro dazu, für 2012 seien damit alle wesentlichen Verbindungen zwischen den beiden Landeshauptstädten gesichert. Für die Zeit danach muss neu verhandelt werden.

Die Lösung wurde am Mittwoch von Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) und Finanzlandesrätin Bettina Vollath (SPÖ) bekannt gegeben. 300.000 Euro kommen aus dem steirischen Verkehrsressort, 600.000 Euro schießt das Finanzressort zu. Bisher hatte das Land Steiermark den ÖBB für diese Verbindungen nichts zugeschossen.

Der Kompromiss gestaltet sich wie folgt: Drei Zugpaare täglich zwischen Graz und Salzburg finden sich im Grundangebot. Dazu werden mit den Zuzahlungen der Steiermark montags bis donnerstags je zwei Paare zwischen Graz und Bischofshofen verkehren, ebenso montags bis donnerstags ein Paar zwischen Salzburg und Bischofshofen. Freitags und sonntags werden in Zukunft zwei Paare Graz und Salzburg verbinden, eine zusätzliche Verbindung von Graz nach Salzburg wird es samstags geben.

Vollath ortet "guten Tag für alle Fahrgäste"
Verkehrslandesrat Kurzmann erklärte dazu, dass durch die gemeinsame Lösung nun der Takt in der Steiermark aufrechterhalten bleiben könne. Finanzlandesrätin Vollath sprach von einem "guten Tag für alle Fahrgäste". Die Landesregierung stehe einhellig hinter Maßnahme, ein entsprechender Beschluss soll bereits in der nächsten Sitzung am Donnerstag erfolgen.

In den vergangenen Wochen hatte es in der Steiermark und in Salzburg Diskussionen über die von der ÖBB angekündigten Zugstreichungen gegeben (Infobox). Eine Studie des Instituts für Geografie der Uni Graz hatte ergeben, dass eine eventuelle Taktreduktion massive ökonomische, soziale und ökologische Folgen haben würde. Studienautor Christian Kozina rechnete mit mindestens 100.000 und bis zu 400.000 zusätzlichen Autofahrten jährlich auf der Strecke Graz - Salzburg.

Ursprünglich wollten die ÖBB eine Million Euro vom Bund und 1,2 Millionen Euro von den Ländern Steiermark und Salzburg, um mittels neuer Schnellzüge den Ausfall für Pendler weitgehend zu kompensieren. Wie hoch der finanzielle Anteil des Bundes und des Landes Salzburg an der jetzigen Lösung sei, ließ sich vorerst nicht in Erfahrung bringen.

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