Im Schnitt erkranken Migranten um fünf Jahre früher als ihre daheimgebliebenen Landsleute, wie die am Montag anlässlich des Welt-Diabetes-Tages veröffentlichte Studie ergab. Bei Menschen mit Migrationshintergrund werde Diabetes zudem häufig erst erkannt, wenn die Erkrankung bereits voll entwickelt ist. "Diabetes bei Migranten wird teilweise nur zufällig diagnostiziert, wenn die betroffene Person wegen einer anderen Erkrankung zum Arzt geht", ergänzt Ludvik, der mit seinen Mitarbeitern die Studie mit über 100 Migranten durchführte.
Erschwerter Zugang zum Gesundheitssystem
Sprachliche, kulturelle und soziale Barrieren würden den Einwanderern den Zugang zum österreichischen Gesundheitssystem erschweren, ist der Mediziner überzeugt. Er fordert eine intensivere Betreuung wie etwa Diabetesbetreuer, die die Muttersprache der Patienten sprechen. Immerhin haben wir in unserem Land zwischen 800.000 und einer Million Menschen mit Migrationshintergrund", so Ludvik, der auch Präsident der Diabetes Initiative Österreich ist.
Mediziner fordern Umdenken beim Lebenswandel
Der Mediziner fordert daher ein allgemeines Umdenken der Bevölkerung. Immerhin leiden laut Statistik Austria rund 400.000 Menschen in Österreich an der Stoffwechselkrankheit, gibt Ludvik zu bedenken. 68 Prozent der Diabetiker und 74 Prozent der Diabetikerinnen sind dabei 65 Jahre oder älter. Weltweit gibt es aktuell mehr als 250 Millionen Zuckerkranke, jährlich sterben rund vier Millionen Menschen an Diabetes.
Die Internationale Diabetes Föderation prophezeit bereits 380 Millionen Menschen mit der Zuckerkrankheit für das Jahr 2025. Die Zunahme ist vor allem durch mehr Übergewicht und mangelnde körperliche Aktivität bedingt, was speziell zur Entwicklung von Typ-2-Diabetes anfällig macht.
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