8,7-Mio.-Dollar-Coup

Wiener Poker-Champion gewann dank FBI-Training

Österreich
11.11.2011 18:10
8,7 Millionen Dollar Preisgeld sahnte der in Wien lebende Poker-Profi Pius Heinz am Dienstag bei der Poker-WM ab (siehe Infobox). Doch wie konnte der erst 22 Jahre alte Nobody in Las Vegas die Weltelite derart düpieren? Sein Mediencoach plauderte jetzt das Erfolgsgeheimnis aus: Heinz ließ sich vor dem Turnier von einem FBI-Mitarbeiter im Lesen von Körpersprache schulen - und schlug dann im Finale im richtigen Augenblick eiskalt zu.

Es war nur ein kleines Zucken der Mundwinkel, das dem Tschechen Martin Staszko zum Verhängnis wurde. Der 35-Jährige war im Finale der Poker-WM der letzte verbliebene Gegner von Pius Heinz. Und wohl niemand anderer außer dem 22-jährigen Wiener hatte die verräterische Lippenbewegung überhaupt registriert. Jedenfalls musste Heinz nicht lange überlegen, sondern wusste, was er zu tun hat: Alles auf eine Karte setzen! Denn sein Kontrahent - da war sich der 22-Jährige nun sicher - muss ein deutlich mieseres Blatt haben.

Eine Einschätzung, mit der Heinz völlig richtig lag. "Das Zucken des Mundwinkels war für Pius das Zeichen, volles Risiko zu gehen. Danach war das Spiel gewonnen", bestätigte später Mike Kleiß, Mediencoach des gebürtigen Deutschen. Dabei hatte Heinz das Lesen von Gestik und Mimik erst kurz vor dem Turnier gelernt. Und zwar bei einem Profiler des FBI, wie "Stern" und "Tagesspiegel" am Feitag übereinstimmend berichteten. 

Rückstand in strahlenden Triumph verwandelt
"Die Jungs vom FBI wissen Gestik und Mimik zu deuten. Pius hat die Vorbereitung mit dem Coach wahnsinnig intensiv genutzt. Das hat sich ausgezahlt", so Kleiß. Dank des neuen Wissens gelang dem jungen Wiener im Laufe des Finales dann der Durchbruch. Er wandelte seinen zwischenzeitlichen Rückstand in einen strahlenden Triumph um. 

Abheben wird der Student der Wirtschaftspsychologie jetzt aber wohl nicht. Schon bei der Siegesfeier genehmigte er sich nur ein paar Bier. Den bereitgestellten Schampus ließ er links liegen. Seine größte Sorge nach dem Triumph galt ohnehin nicht dem Geld, sondern der deutschen Fernsehserie "Stromberg", deren fünfte Staffel am Dienstag TV-Premiere feierte. "Das einzig Blöde an meinem Sieg ist, dass ich die erste Folge verpasst habe", sagte er. Doch der frischgebackene Weltmeister muss sich nicht grämen. Von dem Preisgeld kann er sich die bereits am Freitag komplett auf DVD erschienene Staffel insgesamt 290.000 Mal kaufen.

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